
Die Betreuung der Waldflächen rund um Halver bliebt in einer Hand. Direkt für Waldbesitzer, aber auch für andere Nutzer bedeutet das eine Weichenstellung. Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Halver und Forstamt setzen ihre bewährte Kooperation fort.
„Nach der erfolgten öffentlichen Ausschreibung hat die FBG den sogenannten Beförsterungsvertrag für die kommenden fünf Jahre unterzeichnet. Ab dem 1. Januar 2027 wird das Regionalforstamt Märkisches Sauerland (Landesbetrieb Wald und Holz NRW) weiterhin die fachliche Betreuung und Bewirtschaftung der rund 2600 Hektar umfassenden Waldflächen der 330 FBG-Mitglieder übernehmen“, geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Vertragspartner hervor.
Im transparenten Vergabeverfahren konnte sich das Team des Regionalforstamtes durchsetzen. Für die Waldbesitzer in Halver bedeute dieses Ergebnis vor allem Verlässlichkeit und Kontinuität in Zeiten des spürbaren Klimawandels und des dringend notwendigen Waldumbaus.
Kontinuität in Krisenzeiten
Ulrike Halverscheid, seit März dieses Jahres Vorsitzende der FBG Halver, betont die Bedeutung dieser Entscheidung: „Wir freuen uns, dass das Regionalforstamt Märkisches Sauerland auch in den kommenden fünf Jahren an unserer Seite steht.“ Ausschlaggebend gewesen seien vor allem die Präsenz vor Ort, die nachgewiesene Leistungskapazität und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern. Gerade nach den extremen Belastungen der vergangenen Jahre durch Stürme und die Borkenkäfer-Kalamität benötigten die Eigentümer auch weiter einen verlässlichen Partner mit personeller und fachlicher Rückendeckung.
Weiter mit ortskundigen Förstern
Handelnde Personen vor Ort werden damit als ortskundige Förster Yannick Prümers für Halver und Miriam Franzke für das Grenzgebiet Richtung Kierspe und Rönsahl sein. Darüber freut sich auch Astrid Becker, Geschäftsführerin der FBG Halver, in der nahezu alle Waldeigentümer der Stadt im Grünen organisiert sind: „Wir brauchen den Förster hier vor Ort“, betont sie. „Beide kennen die Reviere bis ins Detail und haben bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die Herausforderungen der Wiederbewaldung und modernen Forstwirtschaft tatkräftig anpacken.“
Fünf Jahre Laufzeit
Der neue Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2031 und umfasst das gesamte Spektrum forstlicher Dienstleistungen – von der Beratung und detaillierten Betriebsplanung über die Koordination des Holzeinschlags bis hin zur Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln für den klimastabilen Mischwald von morgen.
Der Käferbefall mit Beginn der 2020er-Jahre hatte binnen kürzester Zeit das Landschaftsbild nicht nur in Halver, sondern in der gesamten Region komplett verändert. Die eigentlich auf Generationen ausgelegte Waldwirtschaft war zusammengebrochen, teilweise mit dramatischen Auswirkungen für die betroffenen Eigentümer. Nadelholz, insbesondere die Fichte als „Brotbaum“, bleibt zwar wirtschaftlich unverzichtbar, spielt im Neuaufbau aber keine zentrale Rolle mehr. Mit der jetzt besiegelten Kontinuität bei der Beförsterung bliebt der FBG und den Eigentümern der Flächen auch das lokale Know How bei der Waldentwicklungsplanung erhalten.







