Prominenten Besuch bekam jetzt der Evangelische Kindergarten Prinzenstraße in Iserlohn. Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag, Thorsten Schick, war zum Vorlesetag gekommen.
Die bundesweite Aktion, initiiert von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, ist Deutschlands größtes Vorlesefest und findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. „Der eigentliche Tag ist zwar erst am 17. November, aber jetzt passte es terminlich besser“, erklärte Thorsten Schick. Er hatte bei vier KiTas angefragt, zwei mussten absagen, weil dort aktuell die Grippewelle den Betrieb einschränkt. Zugesagt hat der Kindergarten Prinzenstraße sowie der Evangelische Kindergarten in Altena Dahle.
Alternativen zur digitalen Welt bieten
„Ich mache das mit großer Freude zum inzwischen achten Mal“, so Thorsten Schick. Man müsse den Kindern Alternativen zu der immer weiter um sich greifenden digitalen Welt bieten. Für seinen Vorlese-Vormittag im Kindergarten Prinzenstraße hat sich der CDU-Abgeordnete die Geschichte von Ben und Emma aus dem Buch „Das kleine Wir“ ausgesucht. Dabei ging es um Freundschaft, gegenseitigen Respekt und was man zusammen alles erreichen kann.
Kooperation mit Bömberg-Grundschule
Der Vorschlag kam von Andrea Wichern, sie leitet den Evangelischen Kindergarten Prinzenstraße. Es haben aber auch noch zwei andere betextete Bilderbücher zur Auswahl gestanden.
Das Vorlesen hat in ihrer Einrichtung eine große Tradition. „Wir haben seit Jahren eine Kooperation mit der Bömberg-Grundschule“, erzählte Andrea Wichern. „Die Jungen und Mädchen der Schule kommen regelmäßig zu uns und lesen unseren Kindern vor.“
Sechs Senioren kommen jede Woche
Damit nicht genug, einmal in der Woche kommen fünf ältere Damen und ein älterer Herr aus der Seniorenwohnanlage am Poth in die Kindertagesstätte und erfreuen die Kids mit vorgelesenen Geschichten. Wie schön und zugleich wie wichtig deren Lese-Einsatz ist, erläuterte Andrea Wichern an einem Beispiel: „Heute werden die Handys und Tablets doch schon in den Kinderwagen gelegt und eingeschaltet.“
150 Bewerbungen für 25 freie Plätze
Zwölf Jungen und Mädchen hatten jetzt Gelegenheit, dem CDU-Abgeordneten aufmerksam zuzuhören und dessen Fragen zu der vorgelesenen Geschichte zu beantworten. Insgesamt zählt der Ev. Kindergarten Prinzenstraße aktuell 103 Jungen und Mädchen in sechs Gruppen.
Am Rande des Vorlesetages gab es auch kurz Gelegenheit, über die aktuelle Situation der KiTas im Land zu sprechen. Andrea Wichern: „Wir betreuen Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Einschulungsalter. Für das nächste KiTa-Jahr haben wir 25 freie Plätze bei insgesamt 150 Bewerbungen.“
Personell gut aufgestellt
Was die Kindergarten-Leiterin freute, ist die Tatsache, dass es zumindest an der Prinzenstraße keine größeren personellen Defizite gibt. „Aktuell suchen wir nur eine Erzieherin oder einen Erzieher.“ Das beschäftigt die Jungen und Mädchen nicht, sie hatten nur Spaß an der von Thorsten Schick vorgelesenen Geschichte von Ben und Emma.









