Im Kampf um die Rückkehr in die Skaterhockey-Bundesliga haben die Samurai Iserlohn seit der 3:5-Auftaktniederlage in der 2. Liga Nord bei Highlander Lüdenscheid am 7. März wieder einmal das Parkett als Verlierer verlassen.

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Ex-Bundesligisten Deggendorf Pflanz auf einem guten Weg

Es war keine knappe Niederlage, die noch alle Chancen im Rückspiel lässt. Gastgeber Deggendorf Pflanz deklassierte das Team von Robin Eckert unerwartet mit acht Treffern Differenz. Das 7:15 (2:7, 4:2, 1:6) ist damit quasi die Vorentscheidung, denn nur die kühnsten Optimisten glauben noch an eine Wiederauferstehung der Samurai im Rückspiel am kommenden Samstag.

Inline-Skaterhockey Iserlohn Samurai - Spiel gegen den HC Merdingen
Foto: Martin Büdenbender / LokalDirekt

Steckte den Samurai Iserlohn die weite Anreise in den Beinen?

Diese Frage verneinte der Samurai-Coach: „Das wäre zu billig, der falsche Ansatz. Die 600 Kilometer Anreise waren schon strapaziös. Aber wir haben einfach ein ganz schlechtes Spiel abgeliefert. In vielen Situationen haben wir einfach die falsche Entscheidungen getroffen, da schließe ich mich als Trainer nicht aus.“

Der schnelle Führungstreffer durch Dominik Uedickoven war nur ein Strohfeuer, denn innerhalb von nur fünf Minuten lag Deggendorf Pflanz mit dem überragenden Scorer Florian Herdrich (5 Treffer) an der Spitze mit 3:1 in Führung. Dominik Uedickoven verkürzte zwar noch einmal, aber dann schlugen die Hausherren eiskalt zu.

Dann schlug Deggendorf Pflanz eiskalt zu und erhöhte auf 7:2

Bis zum Ende des ersten Drittels spielte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Weiß in einen wahren Rausch. Die Deggendorfer brannten ein Feuerwerk ab, spielten die völlig neben der Rolle stehenden Samurai förmlich an die Wand. Zwei Doppelschläge führten zum hohen 7:2. Erst feierten die gut 300 Pflanz-Fans innerhalb von 18 Sekunden den ersten Doppelschlag zum 5:2 und dann sorgte ein zweiter Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden für die Fünf-Tore-Differenz.

„Wir sind im ersten Drittel überhaupt nicht ins Spielgekommen. Wir waren vom Kopf her überhaupt nicht bei der Sache“, kritisierte Iserlohns Coach. Wann haben die Samurai, die auf den privat verhinderten Topscorer Tim Linke verzichten mussten, schon mal in einem Drittel sieben Treffer kassiert? Die Antwort blieben auch Trainer Robin Eckert und Teammanager Frank Riepe schuldig.

Die Gäste kämpften sich im 2. Drittel wieder in das Spiel zurück

Der hohe Rückstand zwang die Gäste zu einer taktischen Änderung. „Wir haben dann auf zwei Reihen umgestellt. Das war natürlich riskant“, begründete Robin Eckert. Durch Treffer von Maximilian Otte (2) und Nico Bongard lief es wenigstens im Abschluss ein wenig besser. Vier Treffer, das machte Mut, die Samurai kämpften sich ein wenig heran.

Leider wurde die Iserlohner Aufholjagd durch den dritten Doppelschlag innerhalb von 36 Sekunden empfindlich gestört. „Da geht noch was, ich habe wieder Hoffnung“, berichtete Frank Riepe nach dem 9:6 durch Maximilian Otte. Doch der vierte Doppelschlag zu Beginn der dritten 20 Minuten sorgte auch beim Teammanager für tiefe Betroffenheit.

Deggendorf zündete im letzten Abschnitt das nächste Feuerwerk

Mit sechs Toren in Folge baute das Pflanz-Team den Vorsprung uneinholbar auf 15:6 aus. Die Deggendorf kamen so richtig ins Rollen und schossen den ambitionierten Gegner aus dem Sauerland förmlich ab. Maxim Bernhardt und Leon Draser stockten ihr persönliches Konto jeweils auf drei Einschüsse auf. Dass Maximilian Otte drei Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal traf, hatte nur noch statistische Bedeutung. „In dieser Phase fehlten uns einfach die Körner“, stellte ein frustrierter Robin Eckert klar.

Am nächsten Samstag steigt das Rückspiel in der Iserlohner Heidehalle

In der sicher gut gefüllten Iserlohner Heidehalle kommt es am Samstag (Bully: 18 Uhr) zum Rückspiel. „Die verdiente hohe Niederlage ist schon eine extreme Hypothek. Das ist ein ganz dickes Brett. Aber wir geben nicht auf und wollen das schier Unmögliche schaffen, um doch noch in das Finale zu kommen“, gibt sich Trainer Robin Eckert kämpferisch. Mit Unterstützung der Samurai-Fans soll der Bundesliga-Zug vom Abstellgleis her-unter und wieder ins Rollen kommen.

Torfolge:

0:1 (2.) Uedickoven, 1:1 (7.), 2:1 (10.), 3:1 (11.), 3:2 (13.) Uedickoven, 4:2 (16.), 5:2 (16.), 6:2 (19.), 7:2 (19.), 7:3 (24.) Mats-Ole Mikus, 7:4 (30.) Maximilian Otte, 8:4 (32.), 9:4 (32.), 9:5 (33.) Nico Bongard, 9:6 (40.) Maximilian Otte, 10:6 (44.), 11:6 (44.), 12:6 (50.), 13:6 (51.), 14:6 (56.), 15:6 (59.), 15:7 (60.) Maximilian Otte.

Samurai Iserlohn:

Sven Rotheuler, Jonas Mohr; Marius Riepe, Mats-Ole Mikus, Max Kleinschmidt, Ryan Burns, Pascal Poerschke, Christian Dicke, Davide Baracco, Florian Thoss, Nazar Korobov, Maximilian Otte, Nico Bongard, Philip Burns, Dominik Uedickoven.