Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren der Einladung des ASB Ortsverbandes Iserlohn zum Empfang am großen Bahnhof am Langen Brauck 13 im Iserlohner Ortsteil Sümmern gefolgt. Unter anderen gaben sich CDU-Bundestagsabgeordneter Paul Ziemiak, SPD-Abgeordnete Bettina Lugk, CDU-Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag, Thorsten Schick, Iserlohns stellv. Bürgermeister Michael Scheffler und CDU-Ratsherr Benjamin Korte die Ehre.

Überregionale Nachrichten

Sie alle waren gekommen, um sich das neue Domizil des Ortsverbandes Iserlohn anzusehen und sich über die Arbeit des Arbeiter-Samariter-Bundes vor Ort zu informieren.

150 Quadratmeter Fläche

ASB-Vorsitzender Wolfgang Niehaus freute sich über den großen Zuspruch und das Interesse der Besucher, darunter auch viele Vertreter befreundeter ASB-Verbände aus der Nachbarschaft sowie aus dem Landesverband NRW. Mit stolz präsentierte Niehaus die neuen, rund 150 Quadratmeter großen Räume, in die der ASB von seiner bisherigen Geschäftsstelle an der Letmather Overwegstraße hin umgezogen war. Das Gebäude hatte in der Vergangenheit schon mal ein Jugendzentrum und einen Gewerbebetrieb beheimatet.

Groß war die Gästeschar beim Tag der offenen Tür des ASB-Ortsverbandes Iserlohn e.V., am neuen Standort in Iserlohn-Sümmern.
Foto: Hendrik Klein

1.200 Mitglieder im Ortsverband

Jetzt ist der Lange Brauck 13 Anlaufstelle für die gut 1.200 Mitglieder im ASB Ortsverband Iserlohn e.V., für die 20 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die fünf Vor-standsmitglieder und die drei Personen des Kontrollgremiums. Bundesweit kann sich der Ar-beiter-Samariter-Bund auf gut 1,6 Millionen Mitglieder verlassen, in Nordrhein-Westfalen sind es gut 250.000. „Wo Hilfe gebraucht wird, sind wir das!“, versprach ASB-Geschäftsführer Thomas Prünte in seiner kurzen Rede.

Gründung im November 1888

Er erinnerte an die Gründung des Arbeiter-Samariter-Bundes am 29. November 1888 in Ber-lin. Seinerzeit hatte sich der 37-jährige Zimmerpolier Gustav Dietrich dafür eingesetzt. Auslö-ser waren die schrecklichen Arbeitsunfälle auf Berliner Baustellen ohne Arbeitsschutz, Ver-bandsmaterial oder einen organisierten Rettungsdienst. „Wir sind für die kleinen Katastro-phen zuständig“, so Thomas Prünte. Der ASB sei aber auch im Katastrophenschutz aktiv. Der ASB-Pflegedienst betreue Seniorinnen und Senioren zu Hause, leiste Unterstützung bei der Pflege in den eigenen vier Wänden. Dazu zähle auch die Hauwirtschaftshilfe und die Erste Hilfe-Ausbildung.

Kritik an Pflegereform 2027

Wir helfen einander - nach innen und nach außen. Zusammenhalt macht stark“, erklärte Thomas Prünte den knapp 30 Anwesenden. Der ASB-Geschäftsführer sparte aber auch nicht

mit Kritik. In Richtung der anwesenden Bundes- und Landespolitiker sagte er: „Bei der Corona-Pandemie waren die Pflegekräfte die Helden. Die Re-Finanzierung der Pflege passt jetzt nicht mehr.“ Das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), die Pflegereform 2027, bezeich-nete er als „haarsträubend“. Die Pflegebedürftigen würden darunter zu leiden haben. Es drohe eine Pleitewelle bei den Pflegediensten.

ASB-Geschäftsführer Thomas Prünte erinnerte an die Gründung des ASB und übte massive Kritik an der geplanten Pflegereform.
Foto: Hendrik Klein

Kooperation mit Continue

Vorsitzender Wolfgang Niehaus kündigte weitere Kooperationen des ASB Ortsverbandes Iser-lohn an. So werde der Kontakt zu Continue, dem ehrenamtlichen Dienst in Iserlohn, aus-gebaut. Nach dem offiziellen Teil tauschten sich die Eröffnungs-Gäste noch in vielen bilatera-len Gesprächen aus.