Vom 15. bis zum 18. August beteiligte sich das Anne-Frank-Gymnasium an einem virtuellen Austausch mit Japan. Die Grundidee: Oberschulschüler aus Deutschland und Japan gehen der Frage auf den Grund, wie die Zeit des Zweiten Weltkrieges in ihren Ländern aufgearbeitet wurde. Dabei erhalten die Schüler die Möglichkeit, „sich mit der Geschichte des Holocausts auseinanderzusetzen und darüber zu diskutieren, weshalb es wichtig ist, Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz zu erkennen und zu bekämpfen sowie sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen.“ (Akiko Haschke, Deutsche Botschaft Tokyo)
Über die Plattform Zoom wurden die verschiedenen Perspektiven des anderen Landes beleuchtet. Von den insgesamt ca. 50 Teilnehmer – unter ihnen 40 Schüler (ca. 20 aus deutschen und 20 aus japanischen Schulen) – kamen vier vom Anne-Frank-Gymnasiums: Philipp, Alma, Stella und Leon. In kleinen Gesprächsräumen kamen einzelne Schüler – dank eines Dolmetschers – ins Gespräch. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Leben der Anne Frank als exemplarischer Biographie für die Verfolgung und Ermordung von Juden im Zweiten Weltkrieg. Zum Schluss wurden dann die Erfahrungen im Plenum besprochen.
Im Gespräch mit LokalDirekt bezeichnete der zuständige Lehrer des Anne-Frank-Gymnasiums Malte Biedermann das Programm als „großartig“. Es sei trotz des Zeitunterschieds in Deutschland und Japan super organisiert gewesen – auch an der Internetverbindung oder der Sprachbarriere habe es nicht gescheitert.
Organisiert wurde das Ganze von der Deutschen Botschaft in Tokyo und dem NPO Tokyo Holocaust Education Resource Center, ausgestaltet durch das Anne-Frank-Zentrum Berlin, das Anne Frank Haus in Amsterdam und die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Moderiert wurde das Programm von Fumiko Ishioka vom NPO Holocaust Education Resource Center Tokyo.










