Kamishiabai-Erzähltheater
Der Monat beginnt mit dem Kamishibai-Erzähltheater für Kinder. Das Wort Kamishibai ist japanisch und lässt sich wörtlich am ehesten als „Papiertheater“ übersetzen. In einen hölzernen Rahmen, der optisch einer Bühne ähnelt, werden papierartige Einschübe gesteckt, begleitet wird dies von einem Erzähler. Am 6. und 7. August, je 16 Uhr, erzählt Michaela vom Brocke, unterstützt von Waschbär Willi Wippermann, die Geschichte „Lieselotte macht Urlaub.“ Im Anschluss gibt es eine Bastelstunde.
Lesungen „Vergessene Schicksale“
Auch der Halveraner Autor Markus J. Beyer ist vor allem für Kindergeschichten bekannt. Die Lesung aus seinem Werk „Und am Himmel kein Zeichen“ ist jedoch für Erwachsene empfohlen. Es geht in die Zeit kurz vor dem zweiten Weltkrieg, die als Gleichnis dient. Am Ende offenbart sich „Und am Himmel kein Zeichen“ als ein Buch über Wunder, Hoffnung und Mut in einer menschenverachtenden Gesellschaft.
Besonders erlebbar gemacht wird diese Lesung durch die Möglichkeiten des Heimatmuseums. Während der Lesung tauchen die Besucher passend zur aktuellen Situation der Protagonistin in einen entsprechend gestalteten Raum im Heimatmuseum, etwa eine Küche aus den 1930er Jahren oder eine alte Bahnhofshalle ein. Aus diesem Grund sind die Plätze begrenzt, Kuratorin Jana Eilhardt bittet um Voranmeldungen. Insgesamt drei Lesungen sind angesetzt, neben den beiden Terminen am 8. und 29. August folgt eine dritte am 19. September. Alle drei starten um 19 Uhr.
Ausstellungsende „Porträt der Menschlichkeit“
Am 11. August endet die Ausstellung „Porträt der Menschlichkeit“, Besucher haben ein letztes Mal die Möglichkeit, die gemalten Köpfe des Kurden Abdulkadir Avci zu bestaunen.
Eröffnung „KÖPFE“
Auf Köpfe verzichten müssen die Halveraner jedoch nicht: Am 24. August steht vermutlich das Highlight des Monats im Kalender: Die neue Dauerausstellung „KÖPFE“, die bis zum 24. November zu sehen ist, wird eröffnet. Die Bildhauerin und Kostümbildnerin Christiane Rößler hat zahlreiche Gäste aus ihrer Heimat Berlin zur Eröffnung eingeladen. Die Wahl-Halveranerin hat insgesamt 24 plastische Portraits von Künstlern und Wissenschaftlern aus der DDR – „die geistige Elite eines erloschenen Landes“ – angefertigt.

„Ich habe den Kontakt zu allen Portraitierten aufgenommen und sozusagen in wechselseitig geistigem Austausch plastische Köpfe geschaffen. Es sind keine Denkmäler entstanden, sondern Denkbilder in dem Sinn, dass die Portraits vielleicht Türen in unterschiedliche (Welt-)Sichten sind, die es lohnt zu öffnen und den Reichtum der dahinterliegenden Gedanken, Kunst- und Lebenswerke zu entdecken“, wie sie selbst erklärt. Wer mit der Künstlerin ins Gespräch kommen möchte hat neben der Eröffnung auch am 11. September und 10. Oktober die Möglichkeit dazu. Den Entstehungsprozess der Skulpturen hat die Künstlerin in einem zweiteiligen Bildband festgehalten, in dem auch Briefwechsel und tagebuchartige Notizen enthalten sind. Die Lesungen der Künstlerin aus diesem Werk geben einen tieferen Exkurs zu
besonderen Persönlichkeiten, epochalen geschichtlichen Ereignissen und bildhauerischem Handwerk.
Weitere Informationen zu den Ausstellungen und Kontaktdaten für die Anmeldung zur Lesung von Markus Beyer sind auf der Homepage der Villa Wippermann zu finden.









