Über etwa eine Stunde hinweg wurde intensiv über die problematische Parkplatzsituation im Herzen des Ortes debattiert. Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer war hierbei besonders auf die unauffälligen Verkehrsschilder gerichtet, die auf Parkverstöße hinweisen sollen, jedoch kaum Beachtung finden.
Ortwin Schmidt äußerte sich, dass das Problem bereits bei der Art der Beschilderung beginne: „Wir haben Schilder am Ortseingang, die auf Verstöße hinweisen sollen. Aber: Ich habe die Schilder auch erstmal suchen müssen, wenn ich ehrlich bin. Ich wusste, dass sie da sind, aber nicht, wo sie sich befinden“.
Die Beschilderung im Ortszentrum sei versteckt und kaum wahrnehmbar – und das nicht nur für ortsfremde Menschen. Nicht selten hätten solche Missverständnisse bereits zu „Knöllchen“ für einige UWG-Mitglieder geführt. Auch die Parkdauer sollte noch einmal von Gemeinde und Verwaltung überdacht werden. Eine Stunde schätzen die Fraktionsmitglieder als zu kurz ein. Auch der Gastronom Christian Breddermann trug zu dem Gespräch bei – er musste bereits ebenfalls den ein oder anderen Strafzettel einstecken. „Ich finde es schon sehr unfair, wie das Ganze hier ausgeschildert ist“, bemängelte er.
Den Vorschlag, einen bürgerfreundlichen Hinweis auszuschildern, begrüßte er – jedoch nicht an seiner eigenen Scheibe: „Ich bin dafür nicht verantwortlich, die Leute darauf hinzuweisen, dass sie doch bitte an ihre Parkuhr denken sollen“.

Der Ortskern habe sich über die Jahre stark verändert. Regeln müssten möglicherweise überdacht und angepasst werden, findet die UWG.
Doch insbesondere ginge es um Klarstellungen: Wo fangen die Zonen an? Wo und wie lange darf man parken? „Das ist ein Thema, über das wir mit der Gemeinde, der Verwaltung und den Fraktionen reden müssen, um eine elegante Lösung zu finden“, betonte Schmidt.
Geh- und Radweg Linscheid: Beleuchtung wirft Fragen auf
2024 soll Schalksmühle einen neuen und fertigen Geh- und Radweg erhalten. Dennoch gibt es noch offene Fragen, die die UWG beschäftigen, insbesondere die Frage der Beleuchtung. Ein Antrag für die Beleuchtung des Radwegs wurde in der Vergangenheit von der Verwaltung als „nicht notwendig“ eingestuft, wie Bernd Müller erläuterte. Dabei vermeldeten mehrere Fraktionsmitglieder ein gegenteiliges Meinungsbild aus der Bevölkerung. „Wir müssen an die Kinder denken. Was ist mit denen, die im späten Nachmittag von der Schule oder vom Sport nach Hause wollen?“, betonte Irmtraud Quenzel.
Sie hob hervor, dass gerade in den dunklen Jahreszeiten Beleuchtung dringend erforderlich sei. Der Vorsitzende der UWG, Roman Bossart, äußerte hingegen Bedenken, dass mit der Beleuchtung des Geh- und Radwegs „weitere 100 Wege gefunden werden könnten, die ebenfalls Beleuchtung benötigen würden“.
Hotel Zur Post trägt zur Gastro-Szene bei
Mit der bevorstehenden Neueröffnung des „Hotel zur Post“ im Herbst durch Jochen Bernsdorf sieht die Fraktion optimistisch einer „blühenden Gastronomie über die Weihnachtszeit“ entgegen. Die Perspektiven und Voraussetzungen sind dafür gegeben, hieß es. Auch Christian Breddermann freut sich auf eine zukünftige Zusammenarbeit und betonte, dass es keinen Konkurrenz-Kampf im Ortskern geben werde. „Schalksmühle kann froh sein, einen Schalksmühler und Gastronom wie Jochen Bernsdorf zu haben“, lobte er. Anderseits verstehe er auch jeden Gastronom, der nicht nach Schalksmühle kommen möchte – dafür sei das Alltagsgeschäft so gut wie nicht vorhanden.









