Traditionsgemäß eröffneten die Jagdhornbläser die Versammlung in den Räumen des Jagdmuseums. Besonderen Besuch durfte der Hegering begrüßen: Gräfin Bettina von Baudissin, die Vorsitzende der Märkischen Kreisjägerschaft und stellvertretende Hegeringsleiterin des Hegerings Menden, richtete einige Worte an die Schalksmühler. Dabei betonte sie zwei herausragende Merkmale, die den Verein in Schalksmühle besonders machen: „Sie gehören zu einem der ältesten Hegeringe im Märkischen Kreis. Davon gibt es nicht viele hier“, sagte sie. Darüber hinaus verfügt der Hegering über ein Jagdmuseum, das sich in Schalksmühle und auch in anderen Kommunen großer Beliebtheit erfreut.
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Gräfin Baudissin lobte die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins sowie die gemeinschaftliche Leidenschaft der Jäger, insbesondere die engagierten jungen Mitglieder, die „einen großen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Tierwelt und ihrer Lebensräume leisten“. Sie betonte dies im Hinblick auf die wachsenden Herausforderungen in der Natur. Dadurch könnten auch kommende Generationen die „Schönheit und den Wert unserer Umgebung“ erfahren.
285 Rehe „auf der Strecke“
Die 123 Mitglieder des Hegerings wurden durch Berichte verschiedener Obleute über die Entwicklungen in den einzelnen „Fachabteilungen“ informiert. Forstamtmann Klaus Kermes, der bereits zum 20. Mal in Folge vor der Schalksmühler Jägerschaft stand, präsentierte einen aktuellen Stand zur Trophäenschau. „Die Darstellung der Trophäenwand ist tadellos. Ich kann mich nicht beschweren“, freute sich Kermes. Besonders erfreulich sei zudem, dass deutlich mehr Trophäen als im vergangenen Jahr ausgestellt werden konnten.
Insgesamt wurden in Schalksmühle 285 Rehe „auf der Strecke“ gefunden – im Vorjahr waren es 156. „Ein deutlicher Unterschied“, so Kermes. Davon waren 12 Prozent Fallwild und wurden also nicht von den Jägern erlegt – im Vorjahr waren es noch 22 Prozent.
Hegering nimmt aktiv am Gemeindeleben teil
„Wir können auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurückblicken“, freute sich Axel Schnöring, 1. Vorsitzender des Hegerings Schalksmühle-Hülscheid. In seinem Vorstandsbericht schaute er auf einige Meilensteine des Vereins zurück, angefangen mit dem Gedenkstein, dem „Hubertushain“, der im März 2023 an der Volmestraße (am Kreisverkehr) eingeweiht wurde. „Damit hat der Hegering ein nachhaltiges Zeichen in der Gemeinde gesetzt“, so Schnöring.
Im gleichen Monat fand im Rahmen des Silvesters der Jäger ein Tag der Offenen Tür statt, der laut Schnöring als ein „voller Erfolg“ verbucht werden konnte. Mehrere hundert, möglicherweise sogar tausend Besucher wurden im Jagdmuseum willkommen geheißen. Dabei konnten die Jäger ihre Leidenschaft und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Der Hegering präsentierte sich zudem als „lebendiger Verein“ bei zahlreichen weiteren Veranstaltungen in der Gemeinde, darunter das Fest „Musik verbindet“.
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Ein Rückblick auf den Juli 2023: Der Unterstand an der Jagdhütte in Reulsiepen, der durch Sturmschäden zerstört wurde, konnte dank des Engagements von Freiwilligen und großzügigen Spenden erfolgreich wieder instand gesetzt werden. Axel Schnöring dankte in diesem Zusammenhang allen Mitgliedern, insbesondere jedoch Winfried Schindler und Samuel Esterle, für ihre tatkräftige Unterstützung beim Wiederaufbau. Auch der Bläserchor des Hegerings wurde erwähnt, als Michael Lynker, der Leiter des Chors, einen kurzen Rückblick gab. Der Chor, der derzeit aus sechs Mitgliedern besteht, ist nicht nur in musikalischer Hinsicht aktiv, sondern nimmt auch regen Anteil am Gemeindeleben. Die Mitglieder waren bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Schützenfest oder dem Dorffest Winkeln vertreten. Ähnlich wie der Hegering ist die Bläsergruppe eine der ältesten im Kreis und steht bald vor dem 90-jährigen Jubiläum.
Der Wolf beschäftigt die Jäger
In den vergangenen Jahren hat sich das Umfeld für die Jagd erheblich verändert. Der Verein sieht sich zunehmend mit einem wachsenden „Freizeitdruck“ in der Natur konfrontiert: Hunde, Spaziergänger, Mountainbiker und andere Freizeitaktivitäten beeinflussen die Reviere der Jäger. Dies hat zu einer Veränderung des Verhaltens des Rehwilds geführt, wie Schnöring erklärte: „Das Rehwild kommt extrem spät am Abend heraus und zieht sich früh am Morgen wieder zurück“. Gleichzeitig wirken sich auch großflächige Kahlschlagzonen auf die Natur und die Reviere aus. Um die Wiederbewaldung zu fördern, sei es notwendig, den Abschuss von Rehwild in der Zukunft zu erhöhen.
Schnöring äußerte sich zu einem weiteren Tier, das die Jäger nach wie vor beschäftigt: den Wolf. Es wird laut Einschätzung des Vorsitzenden noch Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis der Wolf ins Jagdbild übernommen wird. Sicher ist er sich: Der Wolf wird sich in Zukunft ansiedeln. Nicht zu vergessen sei der Waschbär, der die Gemeinde „flächendeckend“ bevölkern würde. Die Strecke sei hier von 22 auf 69 Stück gestiegen. Dies bedeutet, dass die Fallenjagd an Bedeutung gewinnt.
In diesem Jahr fanden keine Wahlen statt, mit Ausnahme der Position des Kassenprüfers, die nun von Manfred Trimpop übernommen wird.









