17 Minuten tagte der Sportausschuss öffentlich. Etwas mehr als noch im vergangenen Jahr – da waren es gerade einmal zehn Minuten. Auf der Tagesordnung stand eigentlich nur der Etat. Interessant wurde die Sitzung vor allem durch die Bürger, die die Gelegenheit nutzten, sich direkt bei den Politikern und der Verwaltung zu informieren. Den Auftakt machte Ronny Sachse. Er fragte beispielsweise nach der Möglichkeit, einen Sandsack in der Aula der Grundschule Nachrodt aufzuhängen. Die Kampfsportler würden den gerne nutzen. „Das werden wir prüfen und dann eine Rückmeldung geben“, versprach Bürgermeisterin Birgit Tupat.
Sachse hatte noch mehr Fragen. Beispielsweise habe ihn die Sportvereinigung darauf aufmerksam gemacht, dass einige Nähte des Kunstrasens im Mestekämper-Stadion defekt seien. „Der Rasen wird in diesem Jahr eh geprüft, wir werden veranlassen, dass in dem Zuge auch ein spezielles Augenmerk auf die Nähte gelegt wird“, sagte Birgit Tupat. Und auch die defekte Uhr in der Turnhalle Holensiepen interessierte ihn. „Die ist ans Hallenbad gekoppelt. Solange dort gebaut wird, ist es schwierig, sie ans Laufen zu bringen“, erklärte die Bürgermeisterin. Außerdem berichtete Sachse von einem Förderprogramm des Deutschen Fußball-Bunds. Projekte bis zu 250.000 Euro könnten gefördert werden – insbesondere im Bereich Klimaschutz. Sachse: „Den Antrag müsste natürlich die Sportvereinigung stellen. Aber vielleicht könnte man sich da ja mal zusammensetzen“, schlug Sachse vor.
Zwei Mal pro Sitzung bekommen die Anwohner die Gelegenheit, Fragen und Anmerkungen zu platzieren. Einmal zu Beginn und am Ende der öffentlichen Sitzung. Am Ende nutzte Uwe Perlowsky vom TuS Nachrodt-Obstfeld die Möglichkeit: „Ich würde gerne wissen, wie es um den Kraftraum steht. Der wird nicht besser, wenn wir ihn weiter nutzen. Wir möchten dort investieren und neue Geräte anschaffen. Aber dafür brauchen wir einen Zeitplan für die vorgesehenen Bauarbeiten.“ Bürgermeisterin Birgit Tupat erklärte, das aktuell bereits Angebote für die Arbeiten eingeholt werden. Das Geld dafür ist im Haushalt eingeplant. „Aber wir können die Aufträge erst erteilen, wenn der Haushalt genehmigt ist. Ich denke, das wird Ende April“, erklärte Tupat. Danach hänge es davon ab, wann die entsprechenden Handwerker verfügbar seien. Außerdem erkundigte sich Perloswky nach dem Ort für die Fluchttür die nachgerüstet werden soll, das sei wichtig, um die Einrichtung zu planen. „Da muss ich mich schlau machen. Ich melde mich dazu“, versprach die Bürgermeisterin.
Des Weiteren sprach Uwe Perlowsky die Risse im Boden der Turnhalle Holensiepen an: „Da tut sich etwas. Es wird mehr.“ Fachbereichsleiterin Ursula Schöllnershans antwortete: „Die Böden am Holensiepen und in Wiblingwerde werden saniert. Dafür holen wir gerade die entsprechenden Angebote ein.“
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