Doch was ist eigentlich genau im Sport-Etat enthalten? Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:
Lennehalle: Neubau 2025, Planungsarbeit ist gestartet
10.000 Euro sind für die Lennehalle im Haushalt eingeplant. Klingt zunächst wenig. Allerdings ist der Neubau auch erst für 2025 geplant. „Die Bodenplatte wird abgerissen, die Entwässerung des gesamten Areals geplant und Beratungs- und Planungsleistungen für den Neubau sind inbegriffen“, erklärt Fachbereichsleiterin Ursula Schöllnershans. Sie ist im Amtshaus die Frau für den Bereich Bauen.
Inzwischen hat auch der Arbeitskreis Lennehalle getagt. Am 13. Februar hatten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Sport und Kultur zur Auftaktsitzung versammelt. Mit dabei war auch Tobias Eisenbraun von der Firma „SpOrt concept“ aus Stuttgart. Die Firma ist auf Planungen von Sport- und Mehrzweckhallen spezialisiert. „Das Treffen war ein erstes Kennenlernen. Herr Eisenbraun hat sich und seine Firma vorgestellt und erklärt, wie ein solches Konzept entwickelt wird. Zudem konnten die Anwesenden erste Vorstellungen einbringen, welche Anforderungen sie an eine neue Halle haben“, erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat. Im Nachgang bekommt nun jeder Verein und jedes Mitglied des Arbeitskreises einen Erfassungsbogen. „Dabei geht es vor allem um die Fakten, also zum Beispiel welche Sportarten überhaupt betrieben werden“, erklärte die Bürgermeisterin.
Die Lennehalle war eine Mehrzweckhalle und wurde im vergangenen Jahr überraschend abgerissen. Der Grund waren Statik-Probleme, die bei Bauuntersuchungen anlässlich des geplanten Neubaus des Feuerwehrgerätehauses entdeckt wurden.

Turnhalle Holensiepen: Legionellen wird der Kampf angesagt
Im Bereich Turnhalle Holensiepen wird auch in diesem Jahr einiges passieren. Unteranderem werden die Umkleiden erneuert. Diese Kosten werden jedoch im Etat des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses beraten. Im Bereich Sport sind die neuen Duscharmaturen gelistet. „Aufgrund von Legionellen mussten die Duschen über einen längeren Zeitraum gesperrt werden. Seitdem führen wir regelmäßige, thermische Desinfektionen durch“, erklärte Ursula Schöllnershans. Die neuen Armaturen garantierten einen Wasserdurchfluss – auch in den Ferien oder bei sonstigen längeren Schließungen, dadurch komme es gar nicht erst zu einer Legionellen-Problematik. 28.150 Euro sind für die Maßnahme im Haushalt eingeplant. Übrigens ist das WC für Menschen mit Behinderungen im Untergeschoss bereits fertiggestellt und im Zuge des Anbaus werden im Untergeschoss zwei neue Duschräume entstehen.
Mestekämper-Stadion: Kunstrasen im Fokus
32.500 Euro sind für das Willhelm-Mestekämper-Stadion eingeplant. Unter anderem soll eine sogenannte Hangberäumung durchgeführt werden. Ursula Schöllnershans: „Unter Hang- oder auch Felsberäumung versteht man die Überprüfung und das Abtragen von Fels, sofern sicherheitsrelevant und erforderlich. Hierzu gibt es ein Gutachten, wonach die Felsberäumung alle drei Jahre empfohlen wird.“ Des Weiteren soll eine Reinigung des Kunstrasenplatzes durchgeführt werden. In diesem Zuge sollen auch noch einmal die Nähte überprüft werden. „Der Kunstrasen wurde kürzlich frühjahrsfit gemacht. Das erledigen die Hausmeister in mühevoller Handarbeit. Die Tiefenreinigung erfolgt maschinell ein Mal jährlich und wir bekommen Unterstützung durch den Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer“, erläutert die Fachbereichsleiterin das Vorgehen. Zudem sind in den 32.500 Euro auch Kosten für die Statikkontrolle der Flutlichtmasten enthalten.

Stadion Wiblingwerde: Flutschaden wird beseitigt
Der Wiblingwerder Sportplatz ist seit der Flut 2021 nicht mehr nutzbar. Der komplette Platz ist unterspült. Hänge abgesackt. 1.367.500 Euro sind für die Wiederherstellung und den Bau eines Soccer Courts eingeplant. Wovon 1,36 Millionen Euro im Rahmen des Wiederaufbauplans und eines Föderprogramms übernommen werden. „Im Rahmen des Wiederaufbauplanes werden für das Stadion Wiblingwerde die Kosten zu 100 Prozent übernommen. Parallel gibt es Fördermittel für den Soccer Court, allerdings muss die Gemeinde hier einen Eigenanteil tragen. Die Projektsteuerung Wiederaufbauplan versucht aktuell beide Maßnahmen miteinander zu kombinieren“, erklärt Kämmerer Heiko Tegeler. Aktuell seien die Planungen im Rahmen des Wiederaufbauplans ausgeschrieben.
Kraftraum: Umbauarbeiten starten
Der Kraftraum in der Turnhalle Holensiepen wird umgebaut. 35.000 Euro sind dafür im Etat eingeplant. Unter anderem soll der Boden erneuert werden. Gesucht wird ein Boden, der sich leichter reinigen lässt und zugleich unempfindlich ist, wenn beispielsweise mal ein Gewicht auf den Boden fällt. Außerdem werden die Wände und die Beleuchtung erneuert und eine zusätzliche Fluchttür eingebaut. „Die Angebote für diese Arbeiten kommen gerade rein“, erklärte Ursula Schöllnershans den aktuellen Stand. Wenn der Raum fertig ist, wird der TuS Nachrodt-Obstfeld ebenfalls noch aktiv. Unter anderem aus Mitteln des gewonnen Heimatpreises sollen neuen Geräte angeschafft werden.
Gartenhallenbad: Endspurt im Mammut-Projekt
Noch einmal sind 3,5 Millionen Euro für das Gartenhallenbad eingeplant. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Es entsteht ein neues, modernes Bad mit Edelstahlbecken. Wie bereits berichtet, sind die Arbeiten witterungsbedingt aktuell ins Stocken geraten. Derzeit liefen allerdings Betonarbeiten im Keller des Bades.









