Die SPD Breckerfeld hat sich am Samstag, 10. Januar, zu einem ganztägigen Strategieworkshop getroffen. Ziel dabei war es, die politische Arbeit für das Jahr 2026 zu strukturieren, Erfahrungen aus der vergangenen Kommunalwahl auszuwerten und künftige Arbeitsschwerpunkte festzulegen.

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Bilanz der bisherigen Ratsarbeit

„Im Rückblick haben wir offen und konstruktiv analysiert, wo wir bereits Erfolge erzielen konnten“, teilt der Ortsverband mit und verweist auf einen Stimmenzuwachs von drei Prozent bei der Kommunalwahl im September 2025. Ein Schwerpunkt der Diskussion habe auf der bisherigen Arbeit im Rat gelegen: In der Anfangsphase hätten vor allem organisatorische Aufgaben im Vordergrund gestanden, etwa die Konstituierung der Gremien und die Verabschiedung des Haushalts. Zugleich seien erste inhaltliche Akzente gesetzt worden, unter anderem mit einem Antrag zum Mängelmelder, der breite Zustimmung im Rat gefunden habe.

Politische Arbeit wirksamer gestalten

Darüber hinaus beschäftige sich der Ortsverband beim Strategieworkshop auch damit, welche Entwicklungspotenziale er für die SPD in der Hansestadt sehe: „Hier stand vor allem auch der gemeinsame Anspruch im Vordergrund, dass wir unsere politische Arbeit weiter professionalisieren und wirksamer gestalten wollen.“ Für die kommenden Jahre sei unter anderem auch geplant, die eigene Öffentlichkeitsarbeit stärker und strategischer beziehungsweise zielgerichteter zu nutzen. „Wir verstehen unsere Arbeit als Marathon, nicht als Sprint“, lautet der Tenor aus den Beratungen.

Thematische Leitlinien für 2026

In ihrem Strategieworkshop definierte die SPD mehrere zentrale Themenfelder, an denen sich die politische Arbeit bis 2026 orientieren soll.

  • Wohnen: Ausbau von bezahlbarem Wohnraum, Förderung von Mietwohnungen, Mehrgenerationen-Wohnen sowie eine sozialverträgliche Entwicklung des Baugebiets an der Klevinghauser Straße.
  • Bildung: Stärkung der Offenen Ganztagsschule, Ausbau von OGS-Plätzen, Förderung von Medienkompetenz und verlässliche Rahmenbedingungen für Kindertageseinrichtungen.
  • Freizeit und Kultur: Unterstützung des Ehrenamts, Einführung und stärkere Bewerbung der Ehrenamtskarte sowie eine engere Vernetzung mit Vereinen und Initiativen.
  • Umwelt und Digitalisierung: Erhalt des Erholungswertes der Stadt, Ausbau der digitalen Infrastruktur und weitere Schritte zur Digitalisierung der Verwaltung.
  • Verwaltung und Stadtentwicklung: Weiterentwicklung des Stadtentwicklungsplans, stärkere Nutzung des Martin-Luther-Hauses und ein verbindliches Digitalisierungskonzept.
  • Wirtschaft: Intensivierung des Austauschs mit lokalen Unternehmen und Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit im Industriegebiet.

Organisation und Sichtbarkeit im Fokus

Aus den inhaltlichen Schwerpunkten wurden konkrete Arbeitsfelder abgeleitet, eine zentrale Rolle soll dabei ein neu gebildetes Kompetenzteam innerhalb der SPD übernehmen. Neben der inhaltlichen Arbeit lag ein weiterer Fokus des Workshops auf der Sichtbarkeit der politischen Arbeit der Sozialdemokraten in Breckerfeld: „Unser Ziel ist eine transparente, kontinuierliche und bürgernahe Kommunikation“, so der Ortsverband. Helfen soll dabei die Entwicklung eines verbindlichen Kommunikationsleitfadens.

Mit den Ergebnissen des Workshops sieht sich die SPD Breckerfeld nach eigenen Angaben „organisatorisch und inhaltlich gut aufgestellt, um die kommenden Aufgaben aktiv und gestaltend anzugehen und die weitere Entwicklung der Stadt aktiv zu begleiten.“