Nach einem Gespräch zwischen Eltern, Stadt und dem Träger der offenen Ganztagsschule am Montag, 2. März, wurde laut Kerstin Steinhaus-Derksen von der Stadt Kierspe eine "praktikable Lösung vor Ort gefunden."
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Träger des offenen Ganztages (OGS) und der Betreuenden Grundschule (BGS) in der Bismarck- und Schanhollenschule und die Stadt konnten den anwesenden Eltern ein Angebot zum Weiterbestand der BGS-Gruppen machen. "Die vorhandene Betreuungsstruktur bleibt bis auf Weiteres erhalten. Es ist aber parallel dazu ein Signal an die Eltern, dass dieses Angebot nicht weiter ausbaufähig und verhandelbar sein kann. Gesellschaftliche Entwicklungen und deren mögliche wirtschaftliche Folgen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar und müssen folglich auch in Zukunft weiter berücksichtigt werden", erklärt Steinhaus-Derksen.
Eine Ausweitung auf mehr als 25 Kinder ist an beiden Standorten sei aufgrund höherer Personalplanungen und steigender Kosten laut Verwaltung "keinesfalls möglich". Offenheit besteht darüber hinaus in Hinblick auf die OGS-Angebote, die es auf jeden Fall zu schützen und sichern gilt – zumal es bei deren Wegfall auch keine alternativen Betreuungsangebote geben wird.
Die Beitragskosten für die Eltern werden sich auf 70 Euro im Monat zur Kostendeckung erhöhen.
Mit diesem Vorschlag zum Weiterbestand der BGS-Gruppen ist laut der Stadt wieder eine bessere und verlässlichere Planbarkeit erreicht. Es gibt keine Garantie für die Eltern, in diesen Gruppen Aufnahme zu finden, da bereits Wartelisten in beiden Einrichtungen bestehen und ein entsprechendes Auswahlverfahren vom Träger ordnungsgemäß durchgeführt werden muss. Die Verträge werden den Eltern trotzdem zeitnah zugehen.
DRK und Stadt sind zuversichtlich, den Eltern trotz der schwierigen Rahmenbedingungen einen ihrem Betreuungsbedarf gerecht werdenden Vorschlag unterbreitet zu haben, sodass ein möglicher Wegfall der BGS nun erst einmal vom Tisch ist.
Parallel zu diesem Ergebnis wird der Rat auch eine Resolution an das Land NRW zur familienfreundlicheren Gestaltung der Angebote im Rahmen der OGS auf den Weg bringen, um hierüber eine flexiblere Öffnung des Ganztags bezüglich der Betreuungszeiten einzufordern. Diese Resolution wurde vom Schulausschuss einstimmig an den Rat verschoben.







