Die Iserlohn Roosters verlieren ihr wichtiges Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings vor 5080 Zuschauern in der ausverkauften Helios-Arena mit 5:1. Für die Sauerländer war es die dritte Niederlage gegen die Gastgeber in dieser Saison und die siebte Pleite in Folge. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt schwindet immer mehr – es sind mittlerweile elf Punkte Rückstand auf den rettenden 13. Tabellenplatz.
Zweitstärkstes Heimteam der Liga
Mit Schwenningen wartete das zweitstärkste Heimteam der Liga auf die Gäste aus dem Sauerland. Die Wild Wings verließen bisher lediglich dreimal das heimische Eis als Verlierer. Die Roosters fuhren zumindest in puncto Feldspieler mit voller Stärke an den Neckar.
Im Kasten musste Roosters-Coach Doug Shedden auf den aus privaten Gründen verhinderten Kevin Reich verzichten. Für ihn reiste Finn Becker als Backup-Goalie mit. Die bisherigen beiden Begegnungen der laufenden Saison gingen mit 2:7 und 1:3 an Schwenningen.

Blitzstart der Gastgeber
Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart. Alexander Karachun ließ Andreas Jenike im Tor der Roosters in der 2. Spielminute mit einem Schuss in den Winkel keine Chance. Schwenningen führte 1:0. Aber die Roosters antworteten nur 20 Sekunden (!!!) später. Sven Ziegler schloss einen schönen Angriff der Gäste zum 1:1-Ausgleich gekonnt ab.
Doppel-Führung SWW nach dem ersten Drittel
In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Roosters hielten bei den favorisierten Gastgebern gut mit, hatten allerdings auch Glück bei zwei Pfostentreffern der Wild Wings. In der 18. Spielminute gingen die Hausherren dann dennoch wieder in Führung.
Torjäger Karl Platzer war mit einem Nachschuss erfolgreich. Acht Sekunden vor dem Drittelende erhöhte Zach Senyshyn in Überzahl sogar noch auf 3:1. Brandon Gormley saß wegen Spielverzögerung auf der Strafbank. Die Führung der Gastgeber ging in Ordnung.

Tim Bender traf nur den Pfosten
Auch ins zweite Drittel starteten die Gastgeber optimal: Alex Trivellato erhöhte per Rebound in der 21. Spielminute auf 4:1. Langsam kamen bei den Roosters böse Erinnerungen an die 2:7-Heimniederlage gegen Schwenningen am zweiten Spieltag auf. Die einzigen, die etwas dagegen hatten, waren Andreas Jenike im Roosters-Gehäuse und das Torgestänge.
Dreimal trafen die Gastgeber den Pfosten – einmal allerdings auch Tim Bender für die Waldstädter. Entlastungs-Angriffe der Sauerländer blieben zunehmend Mangelware. Der zweite Durchgang endete mit einer Unterzahl der Roosters. Die Überzahl konnte Schwenningen allerdings nicht nutzen. Es blieb beim 4:1 für die Gastgeber.
Spieldauerdisziplinarstrafe für Mitch Eliot
In den letzten Durchgang starteten die Roosters besser. Sie erarbeiteten sich einige Tormöglichkeiten, hatten sich offenbar noch nicht aufgeeben. Aber jetzt zeigte auch Joacim Eriksson im Tor der Wild Wings, dass er ein guter Keeper ist. Unrühmlicher Höhepunkt war das Frustfoul von Mitch Eliot. Die Schiris bestraften das mit 5+Spieldauerdisziplinarstrafe. Die Überzahl nutzte ausgerechnet der Ex-Iserlohner Christopher Brown zu einem ersten Saison-Treffer für Schwenningen. Es stand 5:1, das Spiel war gelaufen.
Am Samstag erwarten die Roosters die Frankfurt Lions um 19 Uhr in der Balver-Zinn-Arena am Seilersee in Iserlohn.









