Neben dem bereits sicheren Klassenverbleib der Drachen in der 3. Liga hatte SGSH-Geschäftsführer Mathias Perey im Vorfeld der Partie weitere gute Nachrichten zu verkünden: In Spielmacher Jan Koenig hat eine der Säulen des Teams seinen Vertrag bei der SGSH verlängert, die neuen Arbeitspapiere des 24-Jährigen laufen bis 2024.
Gleichermaßen wurden kurz vor dem Anwurf neben der Würdigung der Kreismeisterschaft der SGSH-D-Jugend mit Finn Schnepper und Michal Gorlas zwei Spieler verabschiedet. Beide wollen sich vermehrt ihren Studien widmen. Auch der langjährige Physio der Dragons, Marvin Schreyer, wird zur kommenden Spielzeit kein Teil der Schalksmühler mehr sein.


Für beide Mannschaften ging es am 25. Spieltag der 3. Liga West effektiv um nichts mehr: Während die SGSH den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach bringen konnte, hatten die Gäste aus dem Rheinland ihr Ticket für die Aufstiegsrunde ebenfalls vorab gesichert. Dennoch – oder gerade deswegen – entwickelte sich mit dem Anwurf eine kurzweilige Partie in der Sporthalle an der Mühlenstraße.
Auf den Rängen herrschte folgerichtig ausgelassene Stimmung, als die Drachen nach den ersten fünf Minuten mit 4:3 in Front lagen und zusätzlich eine Zeitstrafe zu ihren Gunsten zugesprochen bekamen. Dem Ausgleich nach rund sieben Minuten ließen die Gäste, die mit einem deutlich größeren Kader angereist waren, die erste Führung folgen (12.).
Bis Mitte der ersten Hälfte blieb es ein enges Spiel mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten; die jeweiligen Schlussmänner hielten ihre Farben mehrfach sehenswert auf Kurs. Doch ganz allmählich schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Offensivspiel der Schalksmühler, welche der Favorit aus Krefeld auszunutzen wusste: nach einem einfachen Passfehler und dem Tempogegenstoß stand es 6:9 (15.). Der ersten SGSH-Auszeit folgend legte die HSG einen weiteren Treffer nach und verwaltete diesen Vier-Tore-Vorsprung weitgehend. Erst kurz vor der Pause kamen die Hausherren zunächst auf 12:15 heran (27.) und verkürzten mit der Sirene durch einen Siebenmeter von Tobias Schetters auf den 14:16-Pausenstand.

Luca Jannack unüberwindbar
Den Gästen vom Niederrhein gehörte der erste Treffer der zweiten 30 Minuten, Brüren stellte mit seinem bis dahin bereits achten Tor auf 14:17 (16.). In den nächsten Minuten trafen beide Mannschaften mehr oder minder unisono und hielten den Abstand gleich; einen großen Anteil daran hatte allerdings Dragons-Keeper Luca Jannack, der gleich mehrere hundertprozentige Chancen vereitelte und seine Farben damit im Spiel hielt. Obwohl die Drachen zu ihren Toren kamen, versäumte es die Hintermannschaft mal einen Ball abzufangen oder den Gegner abzudrängen, so dass die Krefelder immer wieder die prompte Antwort parat hatten.
Und so ganz um nichts ging es dann doch nicht – nicht nur hatte man die Möglichkeit, die Gesamtbilanz aufzubessern (6/0/10), sondern sich gleichermaßen für die deutliche 21:32-Hinspielniederlage zu revanchieren. Nach einer weiteren von Dmytruszynski genommenen Auszeit arbeiteten sich die Dragons dann auch Stück für Stück wieder an den Ausgleich heran. Misslang zunächst der Treffer vom Siebenmeterpunkt nach regelwidrigem Vereiteln einer klaren Tormöglichkeit (38.), stellten die Schalksmühler nach starken Minuten und einem noch besser aufgelegten Luca Jannack den 19:20- Anschluss her (42.).
Wie zuvor verpassten es die Hausherren in der Folge jedoch, den Druck aufrecht zu erhalten und selbst die Führung zu erzielen. Stattdessen gewannen die Krefelder wieder die Überhand und zogen binnen weniger Minuten erneut auf vier Tore davon (45.). Dmytruszynski nahm erneut das Timeout, doch nach einer kurzen Phase, in der man sich etwas annähern konnte, stellte der Gast seinerseits auf 22:27 (53.).
Die Messe schien spätestens zu diesem Zeitpunkt gelesen – Jan Koenig brachte die Drachen nach einer wilden Minute aber tatsächlich noch einmal in Schlagdistanz: Bei noch 30 Sekunden auf der Uhr fehlten den Drachen nur noch zwei Tore für den Ausgleich. Die HSG nahm daraufhin ihre Auszeit und ließ die Uhr in Ballbesitz herunter laufen, mit der Schlusssirene trafen sie mit der letzten Aktion zum 27:30 (60., 7m). So ging die Partie gegen die favorisierten Krefelder am Ende knapp verloren, unabhängig des Ergebnisses würde sich aber kein Anhänger der SGSH die im Anschluss folgende Saisonabschluss-Party vermiesen lassen.
Match Facts
SGSH Dragons – HSG Krefeld 27:30 (14:16)
SGSH Dragons: Gipperich (3), Yorgov, Lüsebrink, Blaauw (2), Halfmann, Koenig (6), Schnepper (4), Schetters (7 (3/4)), Perey (1), N. Jannack, J. Jannack, Walch, Boerner (4).
Fotogalerie:
















