Erst wenige Tage zuvor hatte der Schulausschuss eine andere Lösung beschlossen, nun wurde nachgebessert: Auch die Drittklässler der Primusschule sollen künftig vollständig mit Tablets ausgestattet werden. Andernfalls würde die Zahl der Geräte nicht einmal für die Vergleichsarbeiten Vera 3 ausreichen.
Im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Soziales hatte sich die Politik noch dafür ausgesprochen, die Schüler der Primusschule erst ab Stufe 2 jeweils mit Tablet, Tastatur und Stift auszustatten. Für die jüngeren Jahrgänge sollten lediglich vier Geräte pro Lerngruppe zur Verfügung stehen.
Im Nachgang der Sitzung meldete sich jedoch Schulleiterin Astrid Bangert bei der Verwaltung. Das Problem: Ab dem Schuljahr 2026/27 werden die Vergleichsarbeiten in Jahrgang 3 teilweise computerbasiert durchgeführt. Bei zwölf Lerngruppen und jeweils vier Geräten wären an der Primusschule täglich 48 Tablets vorhanden gewesen - benötigt werden für die Drittklässler jedoch 60.
„Mit 48 Endgeräten sind wir nicht ausreichend unterwegs"
„Mit 48 Endgeräten sind wir nicht ausreichend unterwegs", erklärte Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport. Die Verwaltung änderte daraufhin ihre Vorlage. Nun sollen für den dritten Jahrgang 60 Geräte zur Verfügung stehen. Für die Jahrgänge 1 und 2 sind zusätzlich insgesamt 24 Tablets vorgesehen. Die Kosten für ein Gerät beziffert die Verwaltung derzeit mit rund 570 Euro. Wie sich die Preise in den kommenden Jahren entwickeln, ist allerdings offen.
Ausschreibung muss herstellerneutral erfolgen
Diskutiert wurde im Hauptausschuss erneut auch die Frage, welche Geräte künftig angeschafft werden können. Hintergrund ist ein Urteil zur Tablettbeschaffung der Stadt Datteln. Die Ausschreibung in Schalksmühle soll deshalb herstellerneutral erfolgen. Das könnte dazu führen, dass künftig unterschiedliche Geräte an den Schulen zum Einsatz kommen. „Wenn es dumm läuft, haben wir unterschiedliche Geräte", erklärte Wolf.
Jan Jellesma, Fraktionsvorsitzender der SPD, berichtete von Gesprächen mit der Primusschule. Diese werde versuchen, mit der nun vorgeschlagenen Ausstattung auszukommen. Auch Roman Bossart, Vorsitzender der UWG, unterstützte die geänderte Lösung. Im Schulausschuss hatte er noch Bedenken hinsichtlich der Bildschirmzeit jüngerer Kinder geäußert. Nach Gesprächen mit der Schule habe er sich jedoch eines Besseren belehren lassen.
Leasing soll geprüft werden
André Krause, Fraktionsvorsitzender der CDU, brachte die Möglichkeit ins Spiel, die Geräte künftig nicht zu kaufen, sondern zu leasen. Bis zur Ratssitzung soll die Verwaltung deshalb weitere Informationen zu einem möglichen Leasingmodell vorlegen.
Der Hauptausschuss stimmte der geänderten Vorlage bei zwei Enthaltungen zu.
Auch für die Grundschule Spormecke soll der Medienentwicklungsplan angepasst werden. Dort ist ebenfalls eine 1:1-Ausstattung ab Jahrgang 3 vorgesehen. Dieser Vorlage stimmte der Hauptausschuss ohne weitere Diskussion bei zwei Enthaltungen zu.
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