Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt grundsätzlich eine 1:1-Ausstattung der Schüler an Primusschule und Spormecke mit digitalen Endgeräten. In einem Änderungsantrag zur Vorlage 47/2026 fordert sie jedoch, die Entscheidung an mehrere technische und organisatorische Voraussetzungen zu knüpfen.
Infrastruktur prüfen
Aus Sicht der Grünen reicht es nicht aus, lediglich die Geräte anzuschaffen. Zunächst müsse geklärt werden, ob die vorhandene Infrastruktur an beiden Schulen für mehrere hundert mobile Endgeräte ausreicht. Dazu fordert die Fraktion unter anderem eine belastbare Wlan-Ausleuchtung sowie eine Kapazitätsberechnung der Internetanschlüsse.
Nach Angaben im Medienentwicklungsplan der Südwestfalen-IT sollen pro internetfähigem Endgerät 0,5 bis 1 Mbit/s zur Verfügung stehen. Zudem werde ein Access Point pro Unterrichtsraum empfohlen. Die Primusschule verfügt laut Antrag über zwei pädagogische Gigabit-Anschlüsse, die Grundschule Spormecke über einen. Ob diese Kapazitäten für eine vollständige 1:1-Ausstattung ausreichen, sei bislang nicht nachgewiesen.
Ein weiterer Punkt betrifft die Lagerung und das Laden der Geräte. Die Grünen schlagen vor, Tablets grundsätzlich in den Schulen zu belassen. Dafür müsse jedoch zunächst ein Konzept für geeignete Lade- und Lagerstationen, den Brandschutz sowie die organisatorischen Verantwortlichkeiten vorgelegt werden. Damit könnten nach Ansicht der Fraktion zugleich Versicherungsrisiken reduziert und Familien entlastet werden.
Auch ein professionelles Mobile-Device-Management ist aus Sicht der Grünen Voraussetzung für die geplante Ausstattung. Ein solches System soll unter anderem die zentrale Verwaltung und Absicherung der Geräte ermöglichen. Vor einer Beschaffung müsse deshalb geklärt werden, welches System eingesetzt wird, wie Betrieb und technischer Support organisiert werden und welche laufenden Kosten entstehen.
Darüber hinaus fordert die Fraktion, die Ausstattung nicht auf die Tablets selbst zu beschränken. Tablet, Tastatur und Stift sollen an beiden Schulen als gemeinsame pädagogische Einheit betrachtet werden. Nur so lasse sich verhindern, dass zwischen Primusschule und Grundschule Spormecke unterschiedliche Voraussetzungen entstehen.
Grundsätzlich sprechen sich die Grünen weiterhin für eine 1:1-Ausstattung aus. Die Entscheidung müsse jedoch auf einer Grundlage getroffen werden, die pädagogische Anforderungen ebenso berücksichtige wie technische Stabilität, Kosten und Nachhaltigkeit.
Über den Änderungsantrag muss nun der Gemeinderat entscheiden.








