Beamte des Verkehrsdienstes kontrollierten am Montag, 2. Januar, an der Oststraße einen in Rumänien zugelassenen Mercedes Sprinter. Weil das Gespann insgesamt einen recht desolaten Eindruck hinterließ, wurde das Fahrzeug genauer in Augenschein genommen, berichtet die Kreispolizeibehörde.

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Schon bei der ersten Betrachtung fielen zahlreiche schwere Mängel auf, heißt es in der Presseerklärung. "Die Feststellbremse war nicht in der Lage das Fahrzeug zu halten. Die beiden seitlichen Seitentüren des Fahrzeugs waren mit Blechschrauben am seitlichen Rahmen befestigt, weil der Schließmechanismus nicht mehr intakt war. Die Türen fielen bei der Betätigung fast auf die Fahrbahn", beschreibt die Polizei die Mängel. Im Fahrzeuginnenraum habe man durch die Rostlöcher stellenweise ungehindert wahlweise nach unten (Asphalt) oder oben (Himmel) ins Freie schauen können. Zudem hätten die Beamten eine völlig ausgeschlagene Lenkung mit ungewöhnlich großem Spiel erkannt. Teile der Lauffläche lösten sich bereits von zwei der vier Reifen. Sämtliche Assistenzsysteme des Fahrzeugs signalisierten Fehlfunktionen.

Von der Auspuffanlage waren nur noch Fragmente übrig.
Foto: Kreispolizeibehörde MK

Der beschriebene nahezu katastrophale Zustand veranlasste die eingesetzten Beamten nun, das Fahrzeug bei einer technischen Prüfstelle zur Beurteilung vorzuführen. "Diese Fahrt erfolgte in einer von Vorsicht geprägten Fahrweise", schildert die Polizeipressestelle die näheren Umstände. Bei der Vorführung hätten sich die zuvor festgestellten Mängel vollumfänglich bestätigt: Insgesamt habe der Prüfer bei dem Auto 92 teilweise schwerste technische Mängel festgestellt. Es wurden gekappte Bremsleitungen und schwerste Durchrostungen auch fotografisch beweisgesichert.

Das Gespann sei wegen schwerer technischer Mängel stillgelegt worden. Der Fahrer habe vor Ort eine Sicherheitsleistung entrichten müssen, weil er keinen Wohnsitz in Deutschland habe. Die Kennzeichen seien sichergestellt worden.