„Wenn Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen zu Besuch nach Ennepetal kommen, sind sie immer ganz begeistert, wie schön, hell und freundlich das Berufskolleg geworden ist, wie zeitgemäß Klassen- und Fachräume eingerichtet sind.“
Ein größeres Lob konnte Schulleiterin Anke Westermann ihren Gästen aus dem Schwelmer Kreishaus kaum machen.
Berufskolleg zukunftssicher machen
„Ausgangspunkt unserer Aktivitäten waren Vorgaben des Brandschutzes. Diese Notwendigkeit haben wir aber sehr schnell mit dem Ziel verbunden, das Berufskolleg umfassend zu modernisieren und damit zukunftssicher zu machen. Schließlich sind wir an diesem Standort für das Lernumfeld von 1.400 Schülerinnen und Schülern verantwortlich. Hier werden die hängeringend gesuchten Fachkräfte von Morgen ausgebildet“, verdeutlichte Landrat Olaf Schade.
Neue Leitungen, moderne Technik
An vielen Stellen in den Gebäuden ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Es wurden Rauch- und Brandabschnitte gebildet, neue Leitungen gibt es für Trinkwasser, Strom und Daten, Räume wurden neu zugeschnitten, neue Wände, Decken, Böden und Türen eingebaut.
In den Klassenräumen haben Whiteboards und Beamer das Ende der Kreidezeit eingeläutet. In den Fachräumen findet sich jetzt statt der Maschinen aus den 80er Jahren modernste Technik. Gegessen wird in der neugestalteten Mensa, überall helfen LED-Leuchten und Bewegungsmelder Energie sparen.
Zwei Prozent Mehrkosten: „Punktlandung“
„Vieles ist gut gelaufen Dazu zählt insbesondere die Zusammenarbeit mit der Stadt Ennepetal als zuständiger Bauordnungsbehörde“, unterstreicht Projektleiter Roman Schnar. Wie bei Baustellen dieser Größe üblich sei es aber immer wieder auch darum gegangen, Herausforderungen zu meistern. „Zu diesen zählten unliebsame und unerwartete Überraschungen in der Bausubstanz, die Pleiten mehrerer beauftragter Firmen sowie die Nebenwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges“, blickt Schnar zurück.
Dennoch sei es allen Beteiligten am Ende gelungen, das 2017 vom Kreistag genehmigte Budget von 18,45 Millionen Euro nahezu einzuhalten. Zwei Prozent Mehrkosten (450.000 Euro) nach sechs Jahre Bauzeit könnten als Punktlandung gewertet werden.
Weitere Arbeiten bis 2025
Trotz Schlüsselübergabe werden die Bauarbeiter auch weiterhin am Berufskolleg zu sehen sein. Bis 2025 stehen für sie insbesondere die energetische Fassadensanierung von Gebäuden und der Sporthalle sowie das Neugestalten der Außenflächen auf dem Programm. Dies sollen unter anderem durch mehr als 40 neue Bäume an Aufenthaltsqualität und Nachhaltigkeit gewinnen. Geklärt werden soll zudem, auf welchen Gebäuden ein Gründach möglich ist und wie die Sporthalle zukünftig geheizt werden soll.









