Mitglieder von Siedlergemeinschaften, Vereinen, Kirchengemeinden und zahlreiche weitere Akteure griffen am Samstag, 12. April, nach rumliegendem Plastikmüll, Glasflaschen und Zigarettenstummel in ganz Schalksmühle. Aufgeteilt in 15 Reinigungsbezirke ging’s dann am Vormittag – bei sonnigem Wetter – ran die Arbeit.
Jugendfeuerwehr zieht positives Fazit
Kondomverpackungen, Schwangerschaftstests und Jägermeister-Flaschen zählten zu den vielen Funden der Jugendfeuerwehr Schalksmühle. Sie begannen am Wanderparkplatz in Rotthausen und arbeiteten sich bis zur Herberge vor, einschließlich des Weges zur ‚Knochenmühle‘ – und das mit Begleitung von Blaulicht und drei Fahrzeugen zur Absperrung. Diese Sicherheitsmaßnahme war den Organisatoren besonders wichtig, insbesondere entlang der Rotthauser Straße, wo einige Autos zu schnell fahren und es bereits zu einigen tödlichen Unfällen gekommen ist.
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Gruppenführer Patrick Gesen ist schon einige Jahre dabei und begleitet die jährliche Müllsammelaktion mit seinen Kameraden. Für ihn ist es eine Teambuilding-Aktivität, an der er sich gerne und freiwillig beteiligt. „Als Gruppe arbeiten wir alle zusammen und das macht Spaß. Das Wetter stimmt auch. Letztes Jahr hatten wir nicht so viel Glück gehabt“, erklärte der 17-Jährige im Gespräch mit LokalDirekt. Durch seine aktive Beteiligung fällt ihm auf, dass im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Müll an den Straßenrändern liegt.
„Im Jahr 2023 haben wir den Anhänger mit sehr vielen Müllsäcken gefüllt. Es ist das erste Mal seit langem, dass hier weniger herumliegt“, fügte Gesen hinzu. Ein Grund zur Freude. Schließlich konnten die jungen Feuerwehrkameraden sich nach der Arbeit mit Pizza belohnen.
Zu viele Zigarettenstummel im Ortskern
Auch Freiwillige der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück sowie Mitglieder der Frauenhilfe waren auf den Gehwegen von Schalksmühle unterwegs und konzentrierten sich dabei auf die Umgebung rund um die Erlöserkirche. Dieter Warninghoff, Klaus-Dieter Bornefeld und Roland Peerebooms bemerkten dabei, dass zu viele Zigarettenstummel den Ortskern verunreinigen. „Hier gibt es wirklich ein riesiges Kippenproblem“, stellte Peerebooms fest, dessen Eimer hauptsächlich mit Zigarettenstummeln gefüllt ist.

Klaus-Dieter Bornefeld schlug vor, Mülleimer mit integrierten Aschenbechern in der Gemeinde aufzustellen, um diesem Problem entgegenzuwirken. Aber auch bei ihnen zeichnet sich ein positives Muster ab: „Beim letzten Mal hat das Aufräumen viel länger gedauert. Hier liegt nicht so viel Müll. Das ist erfreulich“, resümierte Peerebomms.
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Einige Kilometer weiter bestätigte auch Manfred Trimpop, Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Waldesruh/Stallhaus, die Beobachtung von weniger Müll. Etwa zehn Helfer beteiligten sich am Müllsammeln. Die blauen Säcke sammelte Trimpop mit seinem Trecker ein. In einer großen Runde ging es durch Dahlhausen, Kuhlenhagen und ins Gewerbegebiet, wo erfahrungsgemäß in der Vergangenheit viele Glasflaschen zu finden waren. „Die meisten wissen, dass der Müll nicht einfach auf die Straße geschmissen wird. Mittlerweile haben wir das aufräumen gut geübt“, schmunzelte er. Auch die Siedler ließen den Mittag mit Würstchen vom Grill ausklingen.
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Freundlicher Autofahrer sagt „Danke“
Dass sich die Arbeit auszahlt, zeigt sich am Beispiel der Gruppe BUND Schalksmühle. Nach drei Stunden und etwa zehn vollen Müllsäcken wurde ein Autofahrer auf sie aufmerksam. „Ein Autofahrer hielt an und bedankte sich spontan mit Flaschen Bier für unseren Einsatz“, freute sich Ben Otter, der mit sieben weiteren Mitgliedern Heedfeld in Visier nahm.
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