Nach zuletzt zwei Heimsiegen in Folge sind die Iserlohn Roosters wieder auf den Boden der Tatsachen in der PENNY DEL zurückgekommen. Die Sauerländer verloren ihr Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg vor 3.322 Zuschauern auch in dieser Höhe völlig verdient mit 7:0. Die Gastgeber revanchierten sich damit für die knappe 2:3-Heimniederlage bei der ersten Begegnung in Wolfsburg in dieser Spielzeit.
Duell der Sieger von Wochenende
Die Roosters gingen mit der Empfehlung von zwei Heimsiegen in Folge in die Partie. Die Sauerländer hatten ihren letzten Auftritt in Wolfsburg mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen, es war der letzte Auswärtssieg der Roosters in dieser Saison. Der Tabellensiebte Wolfsburg hatte am Freitag bei der Düsseldorfer EG gesiegt. Für die Waldstädter ging es darum, den Abstand auf den Tabellenletzten Düsseldorf zu vergrößern. Die DEG hatte zuvor am Nachmittag mit 4:2 in Bremerhaven verloren.
Wolfsburg in allen Belangen überlegen
Die in allen Belangen überlegenen Gastgeber starteten körperbetont und überraschten die Roosters damit völlig. Das hatte Folgen. Ein Fehlpass aus der Defensive landete auf dem Schläger von Chris Wilkie. Der ließ Andreas Jenike im Tor der Roosters in der 3. Spielminute keine Chance – 1:0 für die Grizzlys, das Unheil nahm seinen Lauf.
Die engagierten Wolfsburger nutzte gleich ihre zweite Überzahl in der 13. Minute zum 2:0 durch Matthew White. Balasz Sebök saß für die Roosters auf der Strafbank. Und es kam noch schlimmer für die Sauerländer. Bei eigener Unterzahl konterte Wolfsburg die Waldstädter gnadenlos aus. Jean-Christophe Beaudin traf in der 17. Spielminute zum 3:0 für die Gastgeber. So ging es zum ersten Mal in die Drittelpause.

Nur wenige Torchancen der Roosters
Die Grizzlys ließen auch im zweiten Drittel nicht nach. Aber noch ließ der gute Andreas Jenike keinen weiteren Treffer zu. Als die Gäste den Puck im Angriff vertändelten, schlugen die Wolfsburger gnadenlos zum vieren Mal zu. Laurin Braun schloss eine schöne Kombination zum 4:0 in der 34. Spielminute ab. Die Gastgeber blieben die mit Abstand bessere Mannschaft, ließen in der eigenen Defensive bis auf einen Konter von Tyler Boland nichts zu. Die Roosters-Angreifer kamen nur selten zu Tormöglichkeiten. 2,3 Sekunden vor der zweiten Drittelsirene stellte Luis Schinko das Resultat auf 5:0. Das Spiel war damit endgültig gelaufen – fragte sich nur, wie hoch fällt das Ergebnis aus?
Wolfsburg hatte Spaß am Spiel
Auch im letzten Abschnitt ließ der Tabellensiebte nicht nach; keine Spur von Ergebnis-Verwalten. Chris Wilk stellte mit seinem zweiten Tor in der 43. Minute das Ergebnis auf 6:0. Die Roosters fanden keine Antwort auf die Angriffswellen der Grizzlys. Spencer Machazek lenkte in der 47. Minute einen Schuss zum 7:0-Endstand ins Roosters-Gehäuse. Die Hoffnung auf den dritten Roosters-Sieg in Folge zerplatzte jäh. Am Dienstag kommt der Deutsche Meister EHC Red Bull München um 19.30 Uhr in die Balver-Zinn-Arena an den Seilersee. Die Aufgabe für das Team von Trainer Pierre Beaulieu wird nicht einfacher.










