Rückschlag für die Iserlohn Roosters im Kampf gegen den Abstieg. Die Sauerländer verloren ihr wichtiges Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 1:4. Die Gastgeber hatten sich nach dem tollen Spiel und Sieg bei den Kölner Haien mehr erhofft. Entsprechend frenetisch wurde das Team von Doug Shedden in der mit 4.967 Zuschauern erneut restlos ausverkauften Balver-Zinn-Arena von den Anhängern begrüßt. Sie hatten sich sogar eine neue Choreographie einfallen lassen.
Top-Torjäger Dal Colle verletzt
Mit den Ice Tigers kam ein Team an den Seilersee, mit dem die Gastgeber in dieser Saison reichlich Probleme hatten. Zweimal siegten die Franken (8:2 und 3:0), einmal waren die Roosters mit 5:4 nach Verlängerung erfolgreich. Vor dem Spiel musste Roosters-Coach Doug Shedden seine Mannschaft umbauen. Top-Torjäger Michael Dal Colle, einer der Matchwinner vom Spiel in Köln, musste verletzungsbedingt passen. Dafür rückte Stürmer Hunter Shinkaruk wieder ins Team.










Ex-Iserlohner Tim Fleischer trifft
Die Roosters begannen anders als sonst eher zurückhalten und leisteten sich einige Abspielfehler gegen die konzentriert auftretenden Gäste, für die es um einen Platz in den Play-Offs ging. Ausgerechnet der Ex-Iserlohner Tim Fleischer sorgte für einen gelungenen Einstand seiner Nürnberger. Er traf bereits in der 2. Spielminute für frühen Führung der Gäste. Damit nicht genug. Nur acht Minuten später gab er den entscheidenden Pass zum 2:0 für die Ice Tigers. Torschütze war Danjo Leonhardt in Überzahl. So ging es zum ersten Pausentee in die Kabine.
Anschlusstreffer durch Cedric Schiemenz
Für den zweiten Durchgang hatten sich die Roosters offensichtlich etwas vorgenommen. Sie erhöhten das Tempo, griffen ihre Gegenspieler eher an und forcierten das Körperspiel. Das zeigte Wirkung bei den Gästen, die sich bis dahin ihre Führung redlich verdient hatten. Cedric Schiemenz belohnte sich und seine Mannschaftskameraden in der 22. Spielminute mit dem Anschlusstreffer.
Jetzt keimte die Hoffnung bei den Fans, die ihr Team leidenschaftlich unterstützten, auf die so dringend benötigten drei Punkte. Dieser Hoffnung bereitete Ryan Stoa genau 28,7 Sekunden vor der zweiten Drittelpause ein jähes Ende mit dem Treffer zum 3:1 für die Ice Tigers. Wieder hatte der Ex-Iserlohner Tim Fleischer die Vorarbeit geleistet.
Nürnberg trifft ins leere Tor
Das letzte Drittel lebte von der Spannung. Die Gastgeber bemühten sich um den Anschlusstreffer, Nürnberg war auf die Entscheidung aus. Gleich mehrfach scheiterten die Roosters am ausgezeichneten Tigers-Keeper Niklas Treutle. Einmal mussten die Schiedsrichter den Video-Beweis bemühen. Roosters-Coach Doug Shedden nahm Keeper Andreas Jenike zweieinhalb Minuten vor dem Ende vom Eis und ging „all in“. Das hatte Folgen. Charlie Gerard versenkte den Puck in der 58. Spielminute ins leere Tor und setzte den Schlusspunkt. Die Roosters-Fans feierten dennoch ihre Cracks für die guten Leistungen in den letzten Wochen und Monaten.
Sonntag geht´s nach Augsburg
Am Sonntag geht es für die Roosters zum wichtigen und möglicherweise vorentscheidenden Spiel gegen den Abstieg in die Kurt-Frentzel-Arena nach Augsburg. Die Panther verloren ihr Spiel mit 3:6 bei den Eisbären, deshalb blieben sie auf dem letzten Tabellenplatz. Frankfurt entführte beim 2:3 nach Verlängerung einen Punkt aus Köln und setzte sich in der Tabelle punktgleich einen Rang vor die Roosters, die jetzt 13. sind.










