Es war ein feierlicher Moment – vor allem für Zugführer Detlef Enneper und seine Kameraden. Im Oktober – so der Plan – werden sie ihr altes Gerätehaus räumen und im Neubau in Anschlag einziehen. Tatsächlich auch mit einem tränenden Auge, gab er zu.
Vier Jahrzehnte war das bisherige Gerätehaus seine Heimat, die er nun verliere. Aber der alte Bau sei einfach nicht mehr zeitgemäß und daher die Vorfreude groß.
„Die Geburtswehen sind ein Stück vergessen“
Er sprach es nicht aus, doch spielte Bürgermeister Michael Brosch auf die Schlagzeilen an, die der Neubau in der Vergangenheit machte: „Heute ist ein Moment, in dem die Geburtswehen ein Stück vergessen sind.“ Und das Gefühl werde noch besser beim Einzug im Oktober.

Damit meint er die Mehrkosten von einer Million Euro, die den Gesamtpreis auf rund 3,4 Millionen Euro erhöhten. Ob es dabei bleibt war zuletzt fraglich. Die Stadt selbst sprach in der Vergangenheit von einem „Premiumprojekt“ und Kämmerer Simon Thienel bestätigte, dass die zusätzliche Million den städtischen Haushalt massiv belaste.
Unumstritten ist indes – das machte Brosch deutlich – dass die Freiwillige Feuerwehr eine besondere Arbeit leiste und somit auch Recht auf eine adäquate Ausstattung habe. „Sie begeben sich für uns in Situationen, in denen wir nicht sein möchten.“ Sein Dank und auch der des stellvertretenden Wehrleiters Thorsten Wingenbach galt allen Befürwortern, dem Architekten, den Baufirmen und allen, die am Freitag das Richtfest gemeinsam zelebrierten.

Architekt Stefan Czarkowski gab bekannt, dass der Bau bislang schneller als gedacht voranschritt – ein Einzug im Oktober sei realistisch.
„Wir haben viel Herzblut in die Planung investiert und sind stolz und froh. Die Kameraden freuen sich.“ Wer das alte Gerätehaus kenne, werde die Vorfreude verstehen. Die Fahrzeughalle ist etwa 225 Quadratmeter groß, der Lageraum 70 Quadratmeter – hinzu kommen ein Schulungsraum, Sozialräume sowie Sanitäranlagen.
Fotogalerie zum Richtfest:


















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