Pünktlich zum angekündigten hochsommerlichen Wetter über Pfingsten liefert die Glörtalsperre beste Argumente für einen Sprung ins kühle Nass: Die Wasserqualität hat erneut die Bestnote „ausgezeichnet“ erreicht.
Amtlich bestätigte Wasserqualität
Die aktuelle Bewertung stammt aus dem jüngsten Bericht des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima. Demnach besteht für Badegäste derzeit kein Risiko durch fäkale Verunreinigungen — ein entscheidendes Kriterium für unbeschwerten Badespaß.
Naturbad mit viel Platz und Geschichte
Die rund 30 Hektar große Talsperre mit einem Fassungsvermögen von 2,1 Millionen Kubikmetern liegt idyllisch zwischen Breckerfeld, Halver und Schalksmühle. Vor allem an warmen Tagen zieht es zahlreiche Besucher in die von Wald umgebene Anlage. Die Badestellen am Nordufer gliedern sich dabei in mehrere Abschnitte. Während der Badesaison von Mai bis September sorgt eine DLRG-Rettungswache an Wochenenden und Feiertagen in der Regel zwischen 9 und 20 Uhr für zusätzliche Sicherheit.
Der Zugang zum Naturbad bleibt weiterhin kostenfrei — allerdings fallen auf dem Parkplatz am „Haus Glörtal“ Gebühren an. Auf dem Wanderparkplatz an der Glörstraße unterhalb der Talsperre ist das Parken kostenfrei.
Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Talsperre entstand bereits 1903/1904. Ursprünglich diente sie der Industrie im Volmetal als Wasserlieferant für Kühlung und Antrieb. Später nutzten Betreiber sie als Trinkwasserreserve und, in geringem Maße, zur Regulierung der Flüsse Volme und Ruhr. Ende der 1970er Jahre entwickelte sich das Gelände mit Fördermitteln des Regionalverbandes Ruhr zu einem großzügigen Naherholungsgebiet.
Seit Ende 2000 kümmert sich die Gesellschaft Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre darum, das Ausflugsziel attraktiv zu halten. Hauptgesellschafter ist der Regionalverband Ruhr, ebenfalls beteiligt sind der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Märkische Kreis sowie die Städte Breckerfeld und Halver und die Gemeinde Schalksmühle.
Investitionen steigern Freizeitwert
Jüngstes Projekt, um den Freizeitwert der Glörtalsperre zu erhalten, war der Ausbau der Zufahrtsstraße — rund drei Millionen Euro investierten die Verantwortlichen im Jahr 2024, Mitte März 2025 wurde die Straße nach knapp neun Monaten Bauzeit offiziell wieder freigegeben.
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Bereits zuvor modernisierten Fachleute die Staumauer und unterzogen die gesamte Anlage zwischen 2017 und 2020 einer umfassenden Generalüberholung.
So entsteht die Bewertung
Die Einstufung der Badegewässer erfolgt nach strengen europäischen Vorgaben. Mindestens 16 Messwerte aus vier Jahren fließen in die Bewertung ein. Während der Saison entnehmen Gesundheitsämter dabei regelmäßig Wasserproben und untersuchen sie unter anderem auf Darmbakterien wie Intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Eine interaktive Bewertungskarte und aktuelle Bewertungen der in Nordrhein-Westfalen 86 ausgewiesenen EU-Badegewässer mit 116 Badestellen sind unter https://www-lanuk-fis.nrw.de/badegewaesser/ abrufbar.
Das Ergebnis für die Glörtalsperre fällt dabei eindeutig aus — und dürfte bei den angekündigten Temperaturen am Pfingstwochenende für regen Betrieb am Wasser sorgen.








