Kai Hellmann, Fachbereich Bürgerdienste, gab in der Ausschusssitzung für Bildung und Jugend am Dienstag, 31. Mai, dem Gremium zunächst einen Sachstand zum OGS-Betrieb. So hat sich beim Personal „merklich was getan“, zumal die Stadt Halver viel investiert habe.
„Teilweise sind uns Mitarbeiter weggebrochen, die Stellen konnten wir aber wieder besetzen“, erklärt Hellmann. Zudem sind im vergangenem Jahr die OGS-Elternbeiträge erhöht worden. Hier hat die Verwaltung geprüft, ob es – nach Hellmanns Worten – der „Stadt Halver wehgetan hat“.
37 weniger Schüler in der OGS
Nach Auswertung der Anmeldezahlen stand es dann fest: „Wir haben uns einen kleinen blauen Fleck geholt“, gab Hellmann zu. Insgesamt wurden 300 Schüler betreut – davon 37 weniger als im Schuljahr 2020/21. Diese „Satzungsänderungsdelle“ werde jedoch im Schuljahr 2023/24 wieder ausgeglichen.
350 bereits aktuell angemeldete Schüler entsprechen einer Betreuungsquote von 54 Prozent – dass seien mehr Anmeldungen als im Vorjahr. Die Sorge, dass die erhöhten Elternbeiträge zu einer dauerhaften Kündigung von Betreuungsverträgen der unteren Einkommen geführt hat, konnte Kai Hellmann dem Gremium nehmen.
Die Verwaltung hat Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels, emeritierter Professor am Institut für Schulentwicklungsforschung Dortmund, mit einer Analyse der Angebote der Offenen Ganztagsgrundschule an den Halveraner Grundschulen beauftragt. Diese sieht neben der Prüfung der Angebots-, Raum- und Personalstruktur auch eine Elternbefragung vor, die für die Verwaltung sowie OGS-Leitung einen „wichtigen Anhaltspunkt“ bilden soll. Die Ergebnisse werden zur gegebenen Zeit im Ausschuss vorgestellt.
Unsicherheit um Förderprogramme zum Ganztagsausbau
„Wir schauen in ein schwarzes Loch“, bedauert Kai Hellmann, als die Bundesmittel zum Investitionsprogramm Ganztagsausbau zum Gesprächsthema wurden. Hier würden aktuell seitens des Schulministeriums keine weiteren Auskünfte und Informationen vorliegen.
Den Kommunalen Spitzenverbänden wurde jedoch zugesichert, dass die Förderrichtlinien
des Landes einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn vorsehen werden, der auf den Zeitpunkt des
Inkrafttretens des Ganztagsfördergesetzes zurückwirken soll. Das sind laut Hellmann um die 580.000 Euro, die die Stadt Halver an Förderungen bekommen könnte – offiziell sei die Zahl aber noch nicht. Die aktuellen Umbaukosten der Lindenhofschule und Oberbrügge könnten somit nachträglich gefördert werden.










