Offensichtlich bestand bei dem Themenkomplex noch Redebedarf zwischen den Ausschussmitgliedern. Simon Thienel, Kämmerer, 1. Beigeordneter der Stadt und Mit-Initiator des Projektes wies zunächst darauf hin, dass weder eine Photovoltaikanlage, noch eine Neubebauung derzeit in Planung sei. Anschließend bekräftigte er, dass das Projekt einen „besonderen Stellenwert“ für ihn habe, da es nicht nur einen „Mehrwert für Halver“ darstelle, sondern auch einen „symbolischen Charakter“ habe.
„Es ist ein besonderes Gebiet, das ‚Natur pur‘ bietet, Öko-Punkte schafft und gleichzeitig den Einklang von Industrie, Landschaft, Landwirtschaft und Gewerbe, also Ökologie und Ökonomie darstellt“, so Thienel weiter.
Das Projekt fand unter den Ausschussmitgliedern große Zustimmung: „Ein super Projekt für Halver“, nannte es Uwe Leinung von den Grünen und Sascha Gerhardt (FDP) meinte: „Ein ganz großer Wurf, zumal es eine qualitative Aufwertung der betroffenen Flächen ist“, deshalb fände es die „totale Zustimmung“. Auch Paul-Adolf Turck (UWG) begrüßte „das Projekt ausdrücklich“ und denke, dass „Feinheiten sicherlich noch abgestimmt“ werden. So könne auch die Möglichkeit einer weiteren Bebauung im Winkhof noch geprüft werden, zumal dort bereits ein Kanal läge. Dem stimmte Monika Ebbinghaus (CDU) ebenfalls zu.
Einziger Wermutstropfen: Der Landwirt Ulrich Kessler, der einige Flächen in dem Gebiet um den Winkhof seit 2014 gepachtet hat und dort biologische Landwirtschaft betreibt, sprach sich für eine nachhaltige Nutzung aus, die in einem Naturschutzgebiet nicht mehr möglich sei. Deshalb wolle er wissen, ob er überhaupt weiter Landwirtschaft betreiben könne und wenn ja, in welcher Form?
Simon Thienel zeigte sich über die Nachfrage verärgert und meinte, dass die Bio-Landwirtschaft davon nicht betroffen sei und man weiter im Dialog bleiben solle.









