Nach mehr als zwei Monaten intensiver Vorbereitung ist die Vorfreude auf die neue Saison bei den SGSH Dragons groß. Mit neuen Spielern, einigen Abgängen und einem neu formierten Trainerteam geht die Mannschaft nach vielen Jahren in der Drittklassigkeit nun in der Regionalliga an den Start. Vor dem ersten Spieltag am Samstag, 5. September, gibt Jens Gawer vom Trainerteam einige Einblicke in die Vorbereitungsphase — und die Saisonziele.

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„Wir sind wettkampfsbereit“

Seit dem 30. Juni befinden sich die Dragons offiziell in der Vorbereitung. „Wir haben früh angefangen und die Jungs gequält, um sie in eine gute körperliche Verfassung zu bringen“, berichtet Jens Gawer, der gemeinsam mit Philipp Jaeger und Christoph Brylla in der kommenden Saison das Trainerteam bildet. LokalDirekt berichtete.

Nach den vielen Trainingseinheiten und Testspielen sei die Mannschaft nun gut für den Saisonstart gerüstet, ist sich Gawer sicher. „Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, dass wir bei 100 Prozent sind. Hier und da können noch Rädchen gedreht werden, aber generell kann man sagen, dass wir wettkampfsbereit sind."

„Jetzt muss man gewinnen lernen"

Der Abstieg sei, wie es für Sportler wohl selbstverständlich ist, keine einfache Phase gewesen. „Da ist schon was passiert in der Gruppe. Sie waren sehr enttäuscht“, erzählt Gawer. Mit der Zeit habe die Mannschaft den Abstieg jedoch abschütteln und eine neue Aufbruchsstimmung entwickeln können. „Jetzt müssen wir gewinnen lernen, eine Mentalität entwickeln und ein Selbstverständnis erarbeiten“, sagt er und verweist dabei auch auf die steigende Formkurve in der Rückrunde.

„Wir haben tolle Spieler, die außergewöhnliche Leistungen zeigen können"

In der kommenden Saison soll vor allem der vorhandene Kader weiterentwickelt werden. Gleichzeitig wollen die Dragons die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft intensivieren und jungen Spielern die Möglichkeit geben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. „Wir haben tolle Spieler, die außergewöhnliche Leistungen zeigen können. Und auch in der zweiten Mannschaft haben wir viele talentierte Spieler, die sich zeigen dürfen.“ Dabei setzt Gawer auch auf die Spieler, die dem Verein trotz des Abstiegs treu geblieben sind: „Es sind viele Jungs, die hier geblieben sind und Verantwortung übernehmen sollen.“

Jens Gawer spricht im Interview mit LokalDirekt über die Vorbereitung und die Ziele für kommende Saison in der Regionalliga.
Foto: SGSH Dragons

„Der Anspruch ist das obere Tabellendrittel"

Die Trainer haben die Stärken aus dem vergangenen Jahr weiter geschärft und gleichzeitig an der größten Schwäche gearbeitet: den zahlreichen Gegentoren. „Aber auch da sehe ich Verbesserungen und mehr Bewusstsein für das Deckungsspiel“, sagt der SGSH-Coach. Für die kommende Saison haben sich die Dragons daher einiges vorgenommen — insbesondere in der eigenen Halle soll die Mannschaft zu einer echten Macht werden. „Es muss der Anspruch sein, deutlich mehr Spiele zu gewinnen und eine Siegermentalität zu entwickeln.“

Junge Fans der SGSH Dragons jubeln mit hochgereckten Händen und Schal in den Farben Rot und Weiß. Einige tragen T-Shirts mit dem Aufdruck „WE DID IT“.
Die Dragons wollen in der kommenden Saison zu Hause eine Macht sein und hoffen dabei auch auf lautstarke Unterstützung von den Rängen.
Foto: Jung / Archiv

Jens Gawer weiß, dass die Regionalliga Westfalen eine starke Liga ist. An der Spitze erwartet er fünf bis sechs Mannschaften, die den Dragons alles abverlangen werden. „Der Anspruch muss trotzdem das obere Tabellendrittel sein, und ich würde mir wünschen, dass wir nach der Winterpause noch um etwas spielen können. Und dann glaube ich, dass am Ende der Saison etwas ganz Großes möglich ist."

„Derbys sind das Geilste“

In dieser Saison wird es neben einigen Nachbarschaftsduellen auch zu einem Derby kommen, das viele SGSH-Anhänger aus vergangenen Spielzeiten noch gut kennen dürften: das Duell gegen den TuS Volmetal. Bereits am Samstag, 12. September, treffen die Dragons in Volmetal auf ihre Rivalen. „Derbys sind das Geilste. Diese Spiele sind genau das, wofür wir alle Handball spielen. Jeder Handballer ist begeistert von vollen Hallen. Da ist die Leidenschaft eine ganz andere."

Bevor es jedoch ins Volmetal geht, steht am Samstag, 5. September, zunächst das erste Saison- und gleichzeitig das erste Heimspiel für die SGSH Dragons an. Vor „hoffentlich voller Kulisse" treffen sie in der Sporthalle Mühlenstraße auf den HC Westfalia Herne. Anwurf ist um 19 Uhr.