Zum zweiten Mal fand der Schalksmühler Neujahrsempfang im Kulturort 8Giebel statt. Bürgermeister Jörg Schönenberg sprach über die sichtbaren Spuren von Kriegen und Krisen in unserer Zeit, die das Konzept der Demokratie in Frage stellen würden. Daher betonte er die Wichtigkeit aktiver Mitwirkung in einer Demokratie und appellierte: „Es ist in einer Demokratie wichtig, nicht nur ein passiver Beobachter zu sein, sondern aktiv mitzuwirken.“

Schalksmühle meistere aktuelle Herausforderungen bereits sehr gut, hauptsächlich dank des Ehrenamts. Schönenberg dankte insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr, die aufgrund des starken Regens in den vergangenen Tagen vermehrt im Einsatz war. Er lobte auch das Netzwerk Flüchtlingshilfe für die aktive Integration von Geflüchteten und betonte die Beiträge kulturtragender Vereine, des Deutschen Roten Kreuzes und der Kirchen zur funktionierenden Gemeinschaft.
Große Pläne für das Jahr 2024
Der Bürgermeister blickt optimistisch in die Zukunft von Schalksmühle. Politik und Verwaltung haben bereits wichtige Projekte für das Jahr 2024 inszeniert, darunter das ISEK. Auf der Agenda steht auch der Umbau kommunaler Kitas, die Neuerrichtung des Gerätehauses der Feuerwehr Hülscheid und der Beginn des Neubaus des von Jochen Bernsdorf betriebenen „Hotel Zur Post“, das die Gemeinde 2023 erwarb. „Gastronomie trägt zu einem Ort wie Schalksmühle bei“, betont Schönenberg.
Zudem äußerte Schönenberg einige Worte zum Cyberangriff auf die SIT, betonte die Abhängigkeit von Technik und dankte der Bürgerschaft für ihr Verständnis.
Satirischer Rückblick mit Bernd Gieseking
Gereimt, geschüttelt und gerührt: Bernd Gieseking, bekannt für seine satirischen Jahresrückblicke, nahm in seinem humorvollen Überblick über das vergangene Jahr keine Rücksicht auf politische Gruppen oder Positionen. Egal ob Bundeskanzler, Minister, Vertreter von rechts, Mitte oder links – keiner blieb vor seinen scharfzüngigen Kommentaren verschont. Seit über 30 Jahren nimmt er sein Publikum mit auf rasante Achterbahnfahrten durch die vergangenen zwölf Monate. Dabei scheute er nicht, vom vergesslichen Bundeskanzler über glückliche Finnen bis zu unglücklichen Deutschen zu erzählen und sich der Frage zu widmen, warum unser Gesundheitsminister so beliebt unter den Bürgern sei.

Trotz des humorvollen Starts fand Gieseking auch Raum für ernsthafte Worte und appellierte an sein Publikum, sich deutlich gegen den Rechtsdruck der AfD zu positionieren.
Auch Eva Koch, Pfarrbeauftragte und Gemeindereferentin der Katholischen Gemeinde St. Thomas Morus, die das „Wort zum Tage“ hatte, rief dazu auf, Hass nicht zu tolerieren und aktiv dagegen vorzugehen. „Jeder kann dazu beitragen, die Welt zu einer besseren zu machen“, schloss sie ihre Ansprache ab. In diesem Jahr besuchten die Sternsinger wieder den Neujahrsempfang, um Spenden für den Amazonas zu sammeln. Musikalisch begleitet wurde das zweistündige Event vom Pianist Hendrik Niese von der Musikschule Volmetal mit Stücken von Johann Sebastian Bach oder Ludwig van Beethoven.
Fotogalerie:











