Vor dem Beginn des 43. Neujahrsempfanges am Sonntag, 8. Januar, zogen die Sternsinger ein weiteres Mal die Aufmerksamkeit der weit mehr als 150 Gäste auf sich. Unter dem Leitwort „Kinder stärken, Kinder schützen – In Indonesien und weltweit“ zogen die Kinder von Reihe zu Reihe und baten um Spenden für den guten Zweck.

Bilder würdigen den Kulturort „8Giebel“
Ein persönlicher Bildervortrag überraschte das Publikum: Darin wurde die harte, aber lohnenswerte Verwandlung der ehemaligen Kreuzkirche zum heutigen Kulturort „8Giebel“ am Mathagen dargestellt. Aufnahmen von mühsamen Umbauarbeiten, dem ersten 8Giebel-Plenum und zahlreichen Veranstaltungen wie etwa dem Musikschulkonzert erwarteten die Gästen. Besonders hervorgehoben wurde die Zusammenarbeit und das Engagement von Ehrenamtlichen und politisch Mitwirkenden, die den Ort zu dem machten, der er heute ist. „Wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen, an der Neugestaltung dieses Ortes mitzuwirken“, rundete Bürgermeister Jörg Schönenberg den Vortrag ab.
Eine Krise nach der anderen
„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll“, zitierte Schönenberg den deutschen Physiker Georg Christoph Lichtenberg zu Beginn seiner Ansprache.
Im vergangenen Jahr haben positive und negative Ereignisse die Öffentlichkeit geprägt. Schönenberg blickt auf die weiter andauernde Corona-Pandemie, den Ukraine Krieg und die damit verbundene Flüchtlings- und Energiekrise, die Lieferengpässe sowie den Fachkräftemangel zurück. Auch vergangene Geschehnisse beschäftigten die Region weiterhin: „Wir spüren noch immer die Auswirkungen des Starkregenereignisses vom Juli 2021 und ganz extrem die Verkehrssituation durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke.“ Zudem ließen sich deutliche Signale für eine Klimakrise nicht mehr ignorieren.
Doch trotz Corona, Krieg und Inflation seien die positiven Ereignisse in Schalksmühle nicht verdrängt worden. So sei die Sporthalle Löh modernisiert, der Kulturbetrieb mit dem „Dritten Ort“ ausgebaut und die Kindertageseinrichtung Dahlerbrück erweitert worden.

Ein optimistischer Ausblick für das Jahr 2023
Für die Gemeinde steht einiges an. So sollen beispielsweise das Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Hülscheid, der OGS-Betrieb der Grundschule Spormecke und die Kita Wansbeckplatz erweitert beziehungsweise ausgebaut werden.
Weitere wichtige Themen blieben die Ortskernaufwertung und der Wiederaufbau der Schäden aus den Starkregen- bzw. Hochwassereignissen. Zudem müsse der Klimaschutz im Jahr 2023 stärker in den Fokus gerückt und „die Diskussionen um das geplante Ärztehaus im Laufe des Jahres beendet werden“. Insgesamt gehe der Bürgermeister mit einer positiven Einstellung dem Jahr 2023 entgegen. Einen Wunsch äußerte er jedoch noch zum Ende seiner Ansprache: „Ich wünsche mir, dass die weltweiten Krisen und Kriege, mit denen wir teilweise täglich konfrontiert werden, endlich ein Ende finden.“
Kommunikations-Tipps vom Experten
In ihrem Hauptvortrag „Lasst uns reden – Wie Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingt“ erläuterte die gebürtige Schalksmühlerin Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring, warum der öffentliche Dialog manchmal schwierig, aber nötiger denn je sei. Darüber hinaus gab sie dem Publikum zehn Tipps für einen gelingenden Dialog mit, darunter Empfehlungen wie „Argument und Emotion voneinander unterscheiden“ oder „Widerspruch ist erlaubt“. Das „Wort zum Tage“ ergriff Pastor Sebastian Göpfert von der Freien Evangelischen Gemeinde Schalksmühle und musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den beiden Musikerinnen Cosima Breidenstein (Violine) und Sigrid Sachse (Klavier).













