Die SGSH hatte in den vergangenen Wochen immer mal wieder ihr Können aufblitzen lassen, musste die Platte aber am Ende – bisweilen personell arg ausgedünnt – doch ein ums andere Mal als Verlierer verlassen. Am letzten Wochenende dann platzte der Knoten; mit einigen Rückkehrern im Schlepptau zwang man den Tabellenletzten VfL Fredenbeck in der heimischen Halle eindrucksvoll mit 39:32 (19:15) in die Knie.
Mannschaft wie Publikum feierten diesen immens wichtigen Erfolg im unteren Drittel der Tabelle bereits vor der Schlusssirene in Halver zurecht frenetisch. Dennoch bleibt der Befreiungsschlag aufgrund der engen Konstellation eine Momentaufnahme, ein Anfang.
Dichtes Tableau
Neben den Drachen, die nach dem Heim-Erfolg Platz elf bekleiden, weilt auch der Gastgeber, die Ahlener SG, die direkt davor auf Rang zehn platziert ist, im unteren Drittel der 3. Liga Nord-West. Bemerkenswert: trotz einer Bilanz von 7:15 schaffen es die Hausherren, eine positive Torbilanz auszuweisen (330:326). Am vergangenen Wochenende schlugen die Ahlener auswärts das Team HandbALL Lippe II mit 32:27 und sorgten damit für ein noch engeres Beieinander in den unteren Gefilden – alle drei der genannten Vereine stehen derzeit bei 7:15 – ebenso wie Großenheidorn und LIT 1912.
Dass sich die SG nicht weiter oben aufhält, dürfte mitunter in einer gewissen Inkonstanz begründet liegen: musste man sich dem Top-Team Emsdetten nur knapp geschlagen geben (29:31) und demontierte Großenheidorn (40:23), sah man auf der Gegenseite etwa in Gummersbach keinen Stich (37:29) und musste sich auch den eher kleine Brötchen backenden Vertretern geschlagen geben.
Zuletzt enttäuschend – historisch gut
Auf Seiten der Sauerländer wird man nicht ganz so gern an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine zurück denken: mit 23:35 kam die Dmytruszynski-Sieben im Februar diesen Jahres in Ahlen vor über 600 Zuschauern unter die Räder. Betrachtet man das große Ganze, thront die SGSH allerdings deutlich über der SG (8/1/3, 326:296). Gleichwohl feierten auch die Dragons bereits Kantersiege gegen den kommenden Gegner, allen voran beim 39:25-Erfolg in Ahlen anno 2018. Es gäbe wohl kaum einen schöneren und besseren Moment als den am Samstag, um ein solches Kunststück zu wiederholen.
Anwurf in der Ahlener Friedrich-Ebert-Halle ist um 19.30 Uhr.










