Elisabeth Manns geht. Wer kommt, ist noch unklar. „Wir haben noch niemand“, sagt Frank Markus, der als Fachbereichsleiter Bürgerdienste im Meinerzhagener Rathaus für die Musikschule zuständig ist. Offenbar gibt es zwischen Meinerzhagen und Halver noch Gesprächsbedarf – nicht nur wegen der Personalie.
Das bestätigt Kai Hellmann, stellvertretender Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung in Halver. Dabei scheint es um mehr zu gehen als nur um die Manns-Nachfolge. Gebühren sind „ein thematischer Knackpunkt“ ist aus Halver zu hören. „Das begleitet uns in den Ausschüssen“, sagt Hellmann. Und das ist nichts Neues. Mehrfach sorgten Gebühren und städtischer Zuschuss-Bedarf in der Vergangenheit schon für Diskussionen in den politischen Gremien – bis hin zur Frage, ob Halver nicht aus dem Musikschul-Verbund mit Meinerzhagen und Schalksmühle aussteigen sollte.
2023 keine Gebührenerhöhung
Zudem hätten auch die Corona-Einschränkungen zu Abmeldungen geführt. „Ballett ist schwierig online zu machen“, nennt Markus ein Beispiel. Dass die Musikschule sich jetzt auch wieder öffentlich präsentieren könne, helfe und führe zu Neu-Anmeldungen. „Es macht auch die Kinder stolz“, meint Markus mit Blick auf Auftritte der Musik- und Ballettschüler. Die Musikschule sei ein Service der Kommunen, die die Kosten durch rückläufige Zahlen auffangen. „Kultur kostet immer Geld“, so Markus, der sich zudem „relativ sicher ist“, dass es auch für 2023 keine Gebührenerhöhung geben wird.
Kai Hellmann spricht angesichts der Probleme von „einer Gemengelage“. Dass Halver manchen Punkten kritisch gegenüber stehe, lässt auch Frank Markus durchblicken. Es gelte ein paar grundsätzliche Dinge anzupassen. Man sei im Gespräch. „Ich bin guter Dinge, das wir eine gute Lösung hinkriegen“, betont Hellmann. Er setze auf interkommunale Zusammenarbeit und geht davon aus, dass es für die Sitzung des zuständigen Ausschusses für Bildung in Halver im September eine entsprechende Vorlage geben werde.









