Pfandbalken oder -ringe an Abfallbehältern sollen die Leergut-Sammlung vereinfachen. Die Fraktion „Die Linke“ fordert in einem Antrag, entsprechende Vorrichtungen für das Abstellen leerer Trinkbehälter (Flaschen oder Dosen) im Innenstadt-Bereich anzubringen.
Zudem soll die Verwaltung klären, ob ortsansässige Metallbetriebe oder Ausbildungswerkstätten die Fertigung der „Pfandringe“ und deren Anbringung übernehmen können. In der Begründung verweisest „Die Linke“ darauf, dass es auch in Meinerzhagen Menschen gebe, „die auf den Erlös aus gesammeltem Leergut angewiesen sind“. Es sei „gefährlich und demütigend“ zwischen Abfall wie Scherben, Essensresten oder Zigarettenkippen nach Flaschen oder Dosen zu greifen. Wer sein Leergut nicht selbst zurückgeben wolle, könne es in die an den Abfallbehältern montierten Halterungen stellen. Viele stellten es ohnehin schon neben die Abfallkübel, wo es zerbrechen könne oder weggeräumt werden müsste.
Mehrfacher Nutzen
Zudem verweisen die Antragsteller auf geringe Kosten. Für drei solcher Pfandbalken oder -ringe im Innenstadtbereich sei mit Kosten von etwas über 700 Euro zu rechnen.
Meinerzhagen könne nicht die Ursachen von Armut beseitigen. Der Rat entscheide aber darüber, „wie diese Stadt mit den Menschen umgeht, die davon betroffen sind“. Zudem ergebe sich eine Win-Win-Situation: Neben dem Nutzen für die Leergut-Sammler, fänden sich weniger Behälter auf öffentlichen Wegen und das Material verbleibe im Wertstoffkreislauf.








