Warmer Geldregen für die Kommune: Rund 55 Millionen Euro fließen der Stadt Anfang 2027 durch den Verkauf des Kanalnetzes zu. Vom Erlös sollen zunächst 31 Millionen Euro genutzt werden, um Kassenkredite zu tilgen. Das schlägt die Verwaltung dem Rat vor.
"Weitreichender Schuldenabbau"
Der Rat soll in der Sitzung am 2. November über die Verwendung der Mittel beschließen. Der Rest, etwa 24 Millionen Euro, soll verzinslich als Fest- oder Tagesgeld angelegt werden. Die Mittel sollen in den beiden nächsten Jahren „zur Ablösung von auslaufenden Investitionskrediten, zur Eigenfinanzierung von städtischen Investitionsmaßnahmen und Vermeidung neuer Kredite verwandt“ werden, heißt es in der Vorlage für die Ratssitzung.
Mit den zufließenden Geldern biete sich die Gelegenheit, die Kassenkredite „vollständig abzubauen und Zinsaufwand im Haushalt zu vermeiden. Bei einer Reduzierung sämtlicher vorhandener Kassenkredite in Höhe von 31 Millionen Euro ist beim aktuellen Zinsniveau von „ersparten“ Zinsaufwendungen in Höhe von zirka 850.000 Euro pro Jahr auszugehen“, rechnet die Verwaltung vor. Bei den zwischenzeitlich angelegten Fest- und Tagesgeldern erwartet sie zudem Zinserträge von mehr als einer halben Millionen Euro.
Als Vorteile ihres Vorschlags verweist sie auf „einen sofortigen und weitreichenden Schuldenabbau mit der Finanzierung bereits absehbarer Investitionen.“








