Mitglieder des Baumvereins und der grünen Ratsfraktion legen ein Konzept für mehr Baumschutz und Baum-Neupflanzungen in Halver vor. Der Arbeitskreis Energie und Umwelt wird die Vorschläge erstmals am Donnerstag, 17. September, diskutieren.

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Die Stadt Halver hat in den vergangenen sechs Jahren fast 80 ihrer Park- und Straßenbäume verloren. Wie aus einer Pressemitteilung des Baumvereins Halver und der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, weisen zudem weitere stadtbildprägende Bäume – etwa der große Ahorn neben der Villa Wippermann – deutliche Schäden auf und müssen voraussichtlich aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Um diese Verluste auszugleichen und den Hitzeschutz im stark versiegelten Innenstadtbereich zu verbessern, fordern die Verfasser ein gezieltes Neupflanzungskonzept. Ein entsprechendes 50-seitiges Papier haben Mitglieder des Baumvereins und der Grünen-Fraktion nun vorgelegt.

Ursprünglich habe der Arbeitskreis Energie und Umwelt lediglich eine Auflistung von Flächen gefordert, auf denen schnell und unkompliziert neue Bäume gepflanzt werden können, erklärt Jan Kirk vom Baumverein Halver und Ko-Autor des Papiers. Während der Recherchen sei jedoch deutlich geworden, dass Neupflanzungen ohne den Schutz des vorhandenen Bestands wenig bewirken. Daher habe man das Konzept um Schutzmaßnahmen und Pflegeideen für bereits gefährdete Bäume erweitert.

Das ausgearbeitete Konzept umfasst im Wesentlichen fünf Kernpunkte:

  • 146 Standorte: Vorschläge für neue, zukunftsfähige Baumstandorte in der Innenstadt, kategorisiert nach den erforderlichen Pflanzgruben-Typen.
  • Besserer Baumschutz: Einführung einer neuen Baumschutzsatzung sowie die striktere Einhaltung bestehender Normen bei Tiefbauarbeiten und im parkenden Verkehr.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Informationskampagnen über den Nutzen von Stadtgrün während extremer Hitzephasen.
  • Digitales Baumkataster: Ein webbasiertes Register, über das Bürger Informationen zu den städtischen Bäumen abrufen können.
  • Stadtplanung: Ein veränderter Stellenwert von Park- und Straßenbäumen bei künftigen stadtplanerischen Entscheidungen.

Halver verfüge über überraschend viele Flächen, die sich für mehr Stadtgrün und Hitzeschutz eignen würden, betont Sina Löschke, Ratsmitglied der Grünen und Ko-Autorin. Zur Umsetzung brauche es nun politische Entschlossenheit sowie die Mitwirkung von Verwaltung und Grundstückseigentümern.