Entspannte Stimmung auf dem Platz zwischen Gemeindezentrum und Christuskirche in Plettenberg: Unter der Anleitung von Maryam Mollaie zeichnen und malen Menschen aus Deutschland, der Ukraine, dem Iran, Afghanistan, der Türkei, Polen und Syrien Motive aus ihrer Heimat und aus Plettenberg.

Der Workshop fand nach einem ersten Treffen im Juni kürzlich zum zweiten Mal statt. Er ist eine Kooperation des Diakonischen Werkes Lüdenscheid-Plettenberg und Teil des Kunstprojektes „Ortswechsel“.
Das Projekt solle zeigen, erklärt Initiatorin Gudula Mueller-Töwe, wie Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen können und so das kulturelle Leben in Plettenberg bereichern. In verschiedensten Formen kann dargelegt werden, was Menschen dazu treibt und trieb, ihre Heimat zu verlassen, sei es wegen der Liebe, der Arbeit, aus Flucht vor Krieg und Verfolgung. Was macht den Unterschied zwischen neuer und alter Heimat aus? Lassen sich schöne Aspekte finden? Wie wird die Sehnsucht nach der alten Heimat verarbeitet?

„Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, Hemmschwellen abzubauen und Anlässe zu schaffen, bei denen sie neue Kontakte knüpfen können“, sagt Gudula Mueller-Töwe. Das funktioniere am besten, indem alle an einem gemeinsamen Thema arbeiteten. Darüber kämen die Teilnehmerinnen (wo bleiben eigentlich die kreativen Männer?) ins Gespräch. Das reiche vom Austausch über kulturelle Besonderheiten und den Alltag in Plettenberg bis zu Glaubensfragen.

So läuft es auch bei den „Fadengeschichten“, die sie ins Leben gerufen hat. Dabei treffen sich Anfängerinnen und Nadelkünstlerinnen aus Sachsen und dem Sauerland, aus Afghanistan und der Ukraine sowie Spanien und der Türkei regelmäßig in der Stadtbücherei Plettenberg.








