Die Menschen im Märkischen Kreis haben im vergangenen Jahr weniger Müll verursacht. Das geht aus der jüngsten Siedlungsabfallbilanz 2022 hervor, die Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Umwelt und Planung den Kreispolitikern vorgestellt hat. Demnach sank das Hausmüllaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 3.931 Tonnen auf 79.018 Tonnen. Die Sperrmüllmenge verringerte sich um 4.579 Tonnen auf 22.555 Tonnen.
Die zwischenzeitliche deutliche Steigerung im Jahr 2021 hatte unter anderem am Starkregenereignis im Juli gelegen, das vor allem Altena und die Lenneschiene getroffen und somit in der Folge zu mehr Sperrmüll geführt hatte. Das Aufkommen werthaltiger Abfälle der privaten Haushaltungen betrug im Bilanzjahr 87.040 Tonnen und lag damit 13.966 Tonnen unter dem des Vorjahres. Die Menge der Bau- und (bau)mineralischen Abfällen betrug 95.121 Tonnen, 9.749 Tonnen weniger als im Jahr 2021.
„Die Restmüllmenge sinkt, obwohl die Bevölkerung aufgrund des Zuzugs der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gewachsen ist. Das ist eine gute Nachricht, denn das bedeutet, dass die Menschen Müll gut trennen oder ihn sogar ganz vermeiden“, erläuterte die Kreisdirektorin.“ Die Bevölkerungsentwicklung verläuft in den Kommunen unterschiedlich. Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl erstmals wieder von 407.683 auf 410.102 (+2.419). Der Trend aus den Vor-Corona-Jahren setze sich damit fort.
Auch beim Sperrmüll seien im vergangenen Jahr sinkende Mengen festzustellen gewesen. Das könne daran liegen, dass viele Menschen im Märkischen Kreis die Corona-Zeit genutzt hätten, Keller und Speicher zu räumen. Den Rückgang beim Papier und dem Bioabfall begründet die Kreisdirektorin so: „2022 war ein schlechtes Jahr für Pflanzen. Aufgrund des heißen und allen voran trockenen Sommers muss der Rasen weniger oft gemäht werden – Hecken und Gehölze seltener geschnitten.“ Entsprechend sank die Grünabfall-Menge im Märkischen Kreis um knapp 7.000 auf 28.759 Tonnen.











