Ein paar Handgriffe noch, dann ist die Regenbogenschule in Halver mit 17 dezentralen Lüftungsanlagen ausgestattet. Flüsterleise sorgen sie – wie bereits die baugleichen Geräte am Standort Oberbrügge – für frische Luft. Schon jetzt sind 15 Anlagen in Betrieb.

Beim Ortstermin am Mittwoch (22. März) zeigte Projektleiter Timm Rietschel, was die Firma Rademacher in den vergangenen Wochen umgesetzt hat – immer nach Schulschluss von 13 bis 20 Uhr. Der Einbau außerhalb der Ferienzeit laufe dank der guten Zusammenarbeit mit Schulleiter Daniel Riegel problemlos.
Neben sämtlichen Klassenräumen und dem Lehrerzimmer bekommt der OGS-Raum, in dem sich die Küche befindet, ebenfalls zwei Lüftungsanlagen. Auch das sei ein Kriterium der Fördermaßnahme. Während die eine Anlage in der Schulküche bereits läuft, muss die andere noch angeschlossen werden.
„Jeder Raum ist anders und auch die Schulen haben jede für sich architektonische Besonderheiten“, erklärt Rietschel, weshalb für nahezu jede Anlage eine individuelle Einbau-Lösung her musste. Bei alledem sei auch die Ästhetik bedacht worden, beispielsweise indem die Lüftungsgitter, die von außen an der Fassade befestigt sind, mittels weißer Beschichtung kaschiert werden.

Die größte Herausforderung für die Stadt Halver war seit der Antragstellung im Dezember 2021 – die Förderzusage kam am 26. April 2022 – wohl überhaupt Firmen zu finden, die die Anlagen einbauen. Die letzte Hürde, die es zu nehmen gilt, ist nun die fristgerechte Fertigstellung.
Zur Erinnerung: Um die Fördersumme in Höhe von 1,25 Millionen Euro zu sichern, müssen die Anlagen spätestens Ende April in Betrieb genommen sein. Das ist die Vorgabe des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), die die Maßnahme mit 80 Prozent des Gesamtvolumens fördert.
240 Kilo schwere Anlagen werden per Hebebühne transportiert
Das Zeitfenster ist also für die knapp 30 geplanten Anlagen der Lindenhofschule eng. Timm Rietschel zeigt sich aber zuversichtlich, dass alles rechtzeitig fertig wird. Bereits jetzt werde der Einbau dort vorbereitet. Und der sei, anders als in den Gebäuden der Regenbogenschule, ein ganz anderer. Während an den Standorten der Regenbogenschule bislang die abgehängten Decken geöffnet werden konnten, müsse man sich in der Lindenhofschule durch die ganze Decke arbeiten. Die ersten sieben Anlagen werden bereits am 27. März geliefert, die zweite Ladung kommt laut Rietschel eine Woche später. Die 240 Kilo schweren Anlagen sollen mithilfe einer Hebebühne befördert werden.

Dass sich all die Arbeit und Mühe lohnt, beweist das bislang positive Feedback seitens der Regenbogenschule. Abgesehen von ein paar Start- beziehungsweise Einstellungsschwierigkeiten läuft laut Timm Rietschel alles bestens. Insbesondere die Funktion des simulierten Stoßlüftens sei effektiv. Und dank eines Präsenzmelders, der im 120 Grad Winkel Bewegungen im Klassenzimmer erfasst, sei die Luft immer pünktlich zum Unterricht frisch.
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