„Die Welt steht in Flammen. Wer kann sie retten?“ – Für die 24-jährige Leela gibt es auf diese Frage nur eine klare Antwort: Sie. Als die deutsche Forschungsstation Neumayer III mit ihrem Freund und Glaziologen Jakob Richter im Meer versinkt, nimmt Leela den Kampf auf. Großkonzerne, wie etwa Exxon Mobil, die die Klimakrise von Tag zu Tag verschlimmern, sollen fallen. Die Klima-Kämpferin plant einen tödlichen Anschlag auf die Mächtigen aus der Politik und Wirtschaft. Mit diesem radikalen Ereignis beginnt der Klima-Thriller, aus dem der Autor Uwe Wilhelm den Humboldtschülern vorlas.
„Leela, die Zwillinge erwartet, ist bewusst, dass ihre Kinder in so einer Welt keine Zukunft haben“, erzählte Wilhelm den Humboldtschülern. Außenstehende würden Leela als „Irre“ oder „Terroristin“ bezeichnen – dabei handle sie, nach ihrem Empfinden, bloß aus Notwehr. Mit dem Klimawandel hatte Leela schon immer zu kämpfen – fast wäre sie bei einer Überflutung ums Leben gekommen. Solche Klimakatastrophen, bei denen bereits viele Menschen ums Leben kamen, sollten laut Wilhelm als Warnung für schlimmere Ereignisse in der Zukunft verstanden werden.
Klimawandel: Der Jugend „egal“?
Auf die Frage, ob sich der ein oder andere unter den jungen Erwachsenen um die Klimakrise Sorgen macht, antwortete ein Schüler mit: „Mich interessiert es nicht“. Daraufhin versuchte der Autor die Wichtigkeit und Dimension der Thematik auf einem anderen Wege näher zu bringen: „Vielleicht hilft es euch, an euren kleinen Bruder oder an eure kleine Schwester zu denken. Malt euch aus, was sie bald durchmachen müssen. Wenn ihr nicht für eure Zukunft kämpfen wollt, dann tut es wenigstens für eure Geschwister“, appellierte er an das Publikum.
Die Klimaproteste der aktivistischen Gruppe „Letzte Generation“ befürwortet Uwe Wilhelm. Für ihn sei es extrem wichtig, demonstrieren zu gehen und laut zu werden. Seine Tochter, Mitglied der Organisation „Fridays For Future“, war letztendlich seine Motivation, den Roman zu schreiben. „Ich hatte mit ihr eine Diskussion über den Klimawandel. Als sie dann sagte: ‚Papa, du hast doch keine Ahnung‘, betrieb ich intensive Recherche über diese Thematik. Ich möchte die Menschen bewegen“, sagte er abschließend.










