Die achtjährige Luna sitzt konzentriert am Tisch und arbeitet gemeinsam mit Monika Deisenroth an einer Aufgabe. Das Vorlesen fällt ihr manchmal schwer – Deisenroth hilft ihr dabei, schwierige Wörter zu verstehen und diese richtig auszusprechen. Monika Deisenroth will die Sprachentwicklung von Flüchtlingskindern fördern.
Dabei geht sie individuell auf die Schwierigkeiten jedes Kindes ein und wählt gezielte Übungen aus, um diese zu verbessern, wie etwa die Aussprache von Umlauten. „Mir macht es immens viel Spaß. Bei den Kindern scheint es auch gut anzukommen“, freut sich Deisenroth.

Viele der beteiligten Kinder seien nicht daran gewohnt, sich über einen längeren Zeitpunkt zu konzentrieren. Daher gestaltete die Schalksmühlerin ein festes Programm: „20 Minuten lang übe ich mit den Kindern lesen und die anderen 20 Minuten arbeiten sie an Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiele. Volle Konzentration ist natürlich schwierig, aber das kann man üben“, erklärt Deisenroth. Im Fokus stehe der Spaß am Lesen – das langfristige Ziel sei, dass die Kinder in Zukunft freiwillig ein Buch aufschlagen und darin lesen.
Monika Deisenroth erinnert sich an ihre eigene Schulzeit und die Hemmungen einiger Mitschüler im Unterricht: „Vor einer Klasse vorzulesen, wenn man Leseschwierigkeiten hat und zu wissen, dass es die anderen Mitschüler mitbekommen, ist nicht unbedingt einfach“, so die Schalksmühlerin. Den Kindern diese Hemmungen nehmen zu können, bereite ihr Freude. Kinder aus Flüchtlingsfamilien, die in Schalksmühle wohnen und Unterstützung beim Lesen brauchen, können sich bei Irmtraud Quenzel vom Netzwerk Flüchtlingshilfe telefonisch unter der Nummer 0151 / 40174545 melden. Montags ab 15.30 Uhr steht dann Monika Deisenroth nach Absprache im Begegnungszentrum bereit.









