Um kurz nach 6 Uhr konnte die Brücke wieder einsprurig für den kompletten Verkehr freigegeben werden. Nur wenig später rollten bereits die ersten Lkw über die Brücke. Die Nachricht hatte sich offenbar auch unter den Spediteuren gestern schnell verbreitet.
Am Morgen waren auch Vertreter von Straßen.NRW vor Ort, unter anderem Pressesprecher Andreas Berg. „Die Arbeiten an der Brücke werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, erklärte er. Ziel sei es in Kalenderwoche 16/17, also in der zweiten Aprilhälfte, die Arbeiten abzuschließen. „Natürlich sind wir weiter vom Pegel abhängig“, betonte Andreas Berg. Auch am dritten Pfeiler wurden Schäden festgestellt, diese sind allerdings nicht so massiv wie die an Pfeiler 2, wegen der die Brücke am Freitag, 26. Januar, plötzlich komplett gesperrt werden musste. „Es gibt ein paar Löcher und Fugen, an die wir ran müssen. Das wird alles mit Beton ausgepresst“, berichtete Berg. Das große Loch, das an dem Pfeiler von Richtung Parkplatz Dümpel aus zu sehen ist, hat übrigens nichts mit der Statik zu tun. „Das ist ein Eisbrecher. Der hat keinerlei Einfluss auf die Brücke und steht praktisch außerhalb des Bauwerks“, erklärte Andreas Berg. Dennoch werde Straßen.NRW im Zuge der Arbeiten auch dort aktiv. Der Eisbrecher erhält eine komplett neue Schalung.

Bevor die Arbeiten an der Lennebrücke beginnen können, muss jedoch an der Wasserhaltung weiter gearbeitet werden. Aktuell ist die Strömung immer noch zu stark. „Die bestehende Wasserhaltung muss erweitert und verstärkt werden, damit wir dort arbeiten können“, berichtete der Pressesprecher. Die Lenne müsse dort ein wenig wie ein Tümpel wirken, damit dort gearbeitet werden kann – so war es auch an Pfeiler 2. Wie bereits auf der anderen Seite der Brücke wird zudem auch dort ein Kolkschutz errichtet. Dafür werden dicke Wasserbausteine verwendet, die mit Beton verklammert werden. Am Ende muss dann noch die Gewässersohle hergestellt werden, sprich die Wasserhaltung und die Furt wieder entfernt werden. „Das wird schon noch eine ganze Weile dauern“, sagte Berg. Der Verkehr kann allerdings währenddessen weiter laufen.
Pontonbrücke wird am Samstag, 16. März, abgebaut
Für Jens Klatt, Chef der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr, beginnen nun die Planungen für den Abbau der Pontonbrücke. Am Wochenende soll die Detailplanung erfolgen. Am Samstag, 16. März, soll der Abbau früh starten und am späten Abend abgeschlossen sein. Der Sonntag wird erst einmal als Puffer einkalkuliert. Der Abbau erfolgt jedoch anders als der Aufbau. „Wir haben gar nicht den Platz für so eine Masse von THW-Fahrzeugen. Wir müssen ja bedenken, dass der Verkehr über die Bundesstraße ganz normal läuft“, erklärte Jens Klatt am Morgen. Derzeit sei geplant, dass die Brücke abgebaut wird und die einzelnen Elemente zwischengelagert werden. Von dort werden die Bauteile dann geordnet von den einzelnen Einheiten abgeholt. „Aber wie gesagt, wann, was genau erfolgt, müssen wir noch besprechen, aber das ist der grobe Plan“, sagte Jens Klatt.

Feuerwehr wieder im Normalbetrieb
Die Feuerwehr ist derweil heute wieder in den Normalbetrieb gewechselt. Aufgrund der Brückensperrung arbeiteten sie in den vergangenen Wochen nach einem Notfallkonzept. „Wir werden heute wieder alle Fahrzeuge an ihre Standorte zurück bringen“, erklärte Jens Klatt. Außerdem kann Sascha Panne seinen Posten im Amtshaus wieder räumen und seiner normalen Tätigkeit als Hausmeister nachgehen. Jens Klatt wird sich nun noch persönlich bei den umliegenden Feuerwehren bedanken, die während der Zeit der Sperrung eingesprungen sind und geholfen haben.









