Am Mittwoch (3. April) präsentierten Landrat Marco Voge und die Kreispolizeibehörde die Kriminalitätsstatistik 2023 für den Märkischen Kreis (LokalDirekt berichtete). Für Plettenberg weist das Zahlenwerk insgesamt 1280 Straftaten aus. 2022 waren es 1417. Die Aufklärungsquote wird mit 65,63 Prozent gegenüber 61,61 Prozent im Vorjahr angegeben. Eine Aufklärungsquote von 100 Prozent wurde erreicht bei Raubdelikten (5 Fälle/2022 12 Fälle).
Deutlich zugenommen haben laut Statistik die Sexualdelikte. 56 wurden im vergangenen Jahr bei der Polizei aktenkundig (2022: 43). Das ist eine Zunahme von über 30 Prozent. Dabei handelte es sich in vier Fällen um Vergewaltigung/schwere sexuelle Nötigung, in acht Fällen um sexuellen Missbrauch von Kindern und in 35 Fällen um Verbreitung von pornografischen Erzeugnissen.
85 Straftaten wurden 2023 dem Bereich Rauschgiftdelikte zugordnet. Im Jahr zuvor waren es 111. Bei der Computerkriminalität gab es einen Anstieg von 9 auf 15 Fälle.
Höher als im Vorjahr ist auch die Zahl der Fälle von Widerstand gegen bzw. tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen (27/17). Hier kann die Polizei eine Aufklärungsquote von 100 Prozent vorweisen.
Unter dem Sammelbegriff Gewaltkriminalität wurden 2023 in Plettenberg 37 Straftaten erfasst. Der Summenschlüssel Gewaltkriminalität umfasst folgende Straftatbestände: Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Vergewaltigung und besonders schwere Fälle der sexuellen Nötigung, Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Körperverletzung mit Todesfolge, Gefährliche und Schwere Körperverletzung, Erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme, Angriff auf den Luft- und Seeverkehr. Die Aufklärungsquote liegt dabei in Plettenberg bei rund 86 Prozent.
In etwa gleich geblieben sind die Zahlen in den Bereichen Diebstahl (345 Fälle), Betrug (122) und Sachbeschädigung (127).








