In einer Zeit, in der vielerorts politische Polarisierung und Eigeninteressen den Diskurs bestimmen, hat die Gemeinde einen bemerkenswerten Schritt nach vorne gemacht. Vor allem, weil alle politischen Fraktionen sich darauf geeinigt haben, die Interessen der Bürger und Unternehmen klar in den Vordergrund zu stellen. Es ging immer um die Sache. Jetzt, da der Wahlkampf läuft, droht diese Stärke auf der Strecke zu bleiben. Dabei wäre es ein starkes Signal, vor allem in einem Wahljahr, in dem persönliche Ambitionen und parteipolitische Taktiken traditionell dominieren, nicht das Eigeninteresse, sondern das große Ganze im Blick zu haben.
Dieser überparteiliche Konsens, die individuellen und parteipolitischen Interessen zugunsten des Gemeinwohls zurückzustellen, zeigte in den vergangenen Monaten eindrücklich, dass unsere Lokalpolitik verstanden hat, worum es wirklich geht: um das Wohl der Menschen, die hier leben, arbeiten und investieren. Dieser Schritt verdient Anerkennung und Applaus. An der Grundschule wird der Erfolg sichtbar. Nach Jahren der Schreckensnachrichten, kommen nun auch endlich wieder gute Nachrichten. Doch die Herausforderungen, vor denen unsere Gemeinde steht, sind zahlreich – die Kasse ist leer, es gibt viele Baustellen, zu wenig Raum für Flüchtlinge und vieles mehr. Nur durch gemeinsames, konstruktives Handeln können diese Herausforderungen bewältigt werden. Das heißt nicht, dass nicht hitzig diskutiert werden darf – im Gegenteil, schließlich entstehen so oft die besten Ideen. Aber am Ende muss ein gemeinsamer Weg eingeschlagen werden, den alle zusammen gehen.
Die Bürgerinnen und Bürger brauchen keine leeren Wahlversprechen, sondern nachhaltige Lösungen, die auch nach dem Wahljahr Bestand haben. Der Geist des Zusammenhalts muss über das Jahr 2025 hinaus erhalten bleiben, nicht nur um weiter gemeinsam in Richtung Erfolg zu marschieren, sondern auch damit diese kleine und liebenswerte Gemeinde weiterhin als Vorbild für politischen Dialog und Gemeinsinn bleibt. Dann wird 2025 nicht nur ein Wahljahr wird, sondern ein Jahr, das durch Taten und nicht durch Worte in Erinnerung bleibt.
Dieser Kommentar bezieht sich auf den Text: Neujahrsgespräch: Haushalt ist die große Herausforderung









