Mit dem Auswärtsspiel in Herten starten die Iserlohn Kangaroos am Samstag, 3. Januar, in ihr erstes Pflichtspiel des Jahres 2026 in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProB. Der Jahresauftakt bietet Anlass, auf das Basketballjahr 2025 zurückzublicken — ein Jahr mit zahlreichen sportlichen Herausforderungen.
Zwei Saisonphasen, ein gemeinsames Ziel
Geprägt war das Jahr 2025 von zwei sehr unterschiedlichen Abschnitten: der entscheidenden Rückrunde der Saison 2024/25 und der anspruchsvollen Hinrunde der laufenden Spielzeit 2025/26. Beide Phasen verband ein zentrales Thema: Kontinuität in einer Liga, die immer ausgeglichener und anspruchsvoller geworden ist.
Stabilität als bewusstes Signal
Bereits im Sommer setzten die Kangaroos ein klares Zeichen. Acht Spieler aus dem erfolgreichen Vorjahr blieben dem Team erhalten — ein ungewöhnlicher Schritt in der ProB, in der Kader häufig komplett umgebaut werden. Geschäftsführer Michael Dahmen hatte aber früh betont, wie wichtig Verlässlichkeit und Identität für den Standort seien — sportlich wie strukturell.
Diese Entscheidung zahlte sich insbesondere in der Rückrunde 2024/25 aus: Trotz schwieriger Phasen blieb die Mannschaft konkurrenzfähig, fand Lösungen und erreichte schließlich die Playoffs: „Das war kein Selbstläufer, sondern das Resultat von Stabilität, Teamchemie und der Fähigkeit, sich an unterschiedliche Gegnerprofile anzupassen“, so die Kangaroos in ihrem Rückblick.
Eine Liga ohne Ruhephasen
Gleichzeitig habe das Jahr 2025 gezeigt, wie stark sich die Liga verändert hat. Nach Ansicht der Iserlohner Kangaroos sei die Ausgeglichenheit so groß wie selten zuvor. Farmteams, physisch starke Aufsteiger, Wildcard-Mannschaften und taktisch flexible Gegner hätten dafür gesorgt, dass Fehler kaum verziehen wurden.
Cheftrainer Toni Prostran betonte mehrfach, dass es kaum noch „einfache Spiele“ gebe und Seien schneller entstehen würden — sowohl negative als auch positive. Diese Entwicklung habe sich besonders in der Hinrunde 2025/2026 der laufenden Saison bemerkbar gemacht.
Verletzungen als ständiger Begleiter
Was sich durch das gesamte Jahr 2025 zog, war ein außergewöhnlich hohes Maß an Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen bei den Kangaroos — intensiver als in den Spielzeiten zuvor. Das Trainerteam musste immer wieder reagieren, Belastungen steuern und Abläufe anpassen. „Trainingswochen verliefen selten vollständig, Automatismen konnten nur phasenweise greifen“, heißt es im Saisonrückblick. Dennoch sei die Mannschaft ihrem Stil treu geblieben: hohe defensive Intensität, physischer Einsatz und Verantwortung, die sich auf mehrere Schultern verteile.
Fortschritt trotz Rückschlägen
Trotz aller Widrigkeiten sei 2025 kein Jahr des Stillstands gewesen: „Im Gegenteil: Junge Spieler übernahmen mehr Verantwortung, Rollen verschoben sich, taktische Flexibilität wurde weiterentwickelt. Die Kangaroos blieben ein Team, das nicht über Einzelakteure definiert wird, sondern über Struktur und Geschlossenheit“, so der Verein.
Michael Dahmen ordnete die Entwicklung so ein: “Die ProB ist keine Liga mehr, in der man Entwicklungen planen kann, ohne Rückschläge einzuplanen. Entscheidend ist, wie ein Team damit umgeht — und ob es gelingt, über eine Saison hinweg konkurrenzfähig zu bleiben.“
Mit Zuversicht ins Jahr 2026
Mit dem Start ins neue Jahr wollen die Kangaroos genau hier ansetzen: „Nicht mit großen Parolen, sondern mit der Überzeugung, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.“ Gemeinsam mit Partnern, Fans und Volunteers wolle der Club weiter für die Entwicklung des Basketballstandorts Iserlohn kämpfen — „mit klarer Haltung, harter Arbeit und dem Vertrauen in den eigenen Prozess.“
Der Auftakt in Herten soll dabei den nächsten Schritt in einer Saison markieren, die - so die Iserlohn Kangaroos - erneut fordert, aber auch Chancen bietet: „Wir wissen, worauf es ankommt — und nehmen den Rückenwind aus 2025 mit ins neue Jahr.“











