Offenheit, Authentizität und gute Laune braucht es, um beim Impro-Theater-Tag im 8Giebel Spaß zu haben, wie Impro-Künstler Robert Putz im Gespräch mit LokalDirekt erklärt. Anders als beim Schauspiel, welches auf Regeln und jahrelangem Training basiere, lebe die Improvisation von dem Augenblick. „Man sollte sich selbst nicht ernst nehmen. Es geht schließlich um den Spaß“, sagt Putz.
Gleichzeitig weiß er jedoch, dass es erstmal Mut braucht, um vor einem Publikum auch scheitern zu können – doch für ihn gehört genau das zur Kunst der Improvisation dazu. Nicht alles muss perfekt laufen und gerade das Unvorhergesehene kann zu den besten Momenten führen. „Ich hoffe, dass das Publikum selbst aktiv wird und aus dem Bauch heraus spontan mit uns agiert“, sagt Putz mit Vorfreude wenige Minuten vor dem Bühnenauftritt.
Seine Hoffnungen wurden an diesem Abend mehr als erfüllt, denn kein Teilnehmer scheute sich vor einem möglichen Fehler und jeder nahm jede Herausforderung mit Mut und Freude an. Das Improvisieren wurde dem offenen Publikum mit einer Vielzahl an Impro-Spielen nähergebracht. Für besonders viele Lacher sorgte das Spiel „Geschichte oder stirb“, bei dem die Teilnehmer auf Knopfdruck eine erfundene Geschichte erfinden mussten. Wenn dies nicht gelang, „starb“ der betreffende Teilnehmer. Doch das Unterhaltsame dabei war, dass das Publikum entschied, auf welche Weise der Verlierer sterben musste.
Es ergaben sich so einige amüsante Vorstellungen: Einige Teilnehmer verschluckten sich, rutschten aus, blickten auf ihre Steuerbescheide und fielen anschließend in Ohnmacht, während andere von einem Lastwagen überfahren wurden. Auf humorvolle Art und Weise wurde sogar die aktuelle A45-Situation aufgearbeitet.

Es war ein erfolgreicher Abend voller Improvisation, bei dem das Publikum aktiv mitwirkte und die Teilnehmer jede Herausforderung annahmen, ohne Angst vor einem möglichen Scheitern zu haben. Robert Putz und sein Team waren begeistert von der Offenheit und dem Mut der Teilnehmenden.










