Wohnraum für Flüchtlinge ist, wie bereits mehrfach berichtet, knapp. Für Flüchtlinge ist es nahezu unmöglich, sich eigenständig eine Wohnung zu suchen und diese zu mieten. Und genau das müssten sie. Der Grund: Es gibt einfach zu wenig passenden und finanzierbaren Wohnraum in der Gemeinde. Und aus diesem Grund sitzen die Flüchtlinge in den Wohnungen der Gemeinde fest und es fehlt der Platz für die, die der Gemeinde neu zugewiesen werden. Die Verwaltung startete daher vor einigen Wochen einen Aufruf, dass sich Vermieter melden sollen, die eine mögliche Wohnung hätten. Und auch die Nachbarschaftshilfe „Jeder soll jedem helfen“ war aktiv und lud zu einem Austauschtreffen ein.
„Es haben sich Personen gemeldet. Wir eruieren grade, was passend ist und was nicht. Hauptsächlich möchten wir die Menschen in eigene Mietverhältnisse bringen, dass die ihr Leben auch selbstständig bestreiten können“, erklärt Sebastian Putz, Leiter des Ordnungsamtes. So verhalte es sich auch mit den Wohnungen der LEG in der Werkssiedlung Langenstück. Die die Nachbarschaftshilfe noch einmal ins Gespräch brachte, die aber auch die Gemeinde bereits angesprochen hatte. „Die Menschen sollen eigene Mietverträge schließen, denn für den Großteil der Personen sind wir als Kommune eigentlich gar nicht mehr zuständig“, betonte Sebastian Putz. Er nutzte zudem die Gelegenheit sich bei der Nachbarschaftshilfe für den Einsatz in Sachen Flüchtlinge zu bedanken. Das Engagement sei großartig und sehr häufig hilfreich.
Die Verwaltung bereite sich zudem nicht zusätzlich auf einen möglichen Ansturm von Türken vor, die die Erdbeben-Gebiete verlassen, das sei für die Verwaltung auch gar nicht mehr möglich. „Die Menschen, die von dort kommen, müssen bei Angehörigen oder Freunden unterkommen“, betonte Sebastian Putz auf Anfrage.
Wer eine Wohnung zu vermieten hat, kann sich an die Gemeindeverwaltung wenden. Sabrina Lippert bearbeitet die Angebote. Sie würde sich über eine E-Mail an [email protected] mit Angaben zur Wohnung freuen. „Wichtig ist, dass es eine Wohnung für jedermann ist. Wir können nicht sagen, dass wir dort nur Ukrainer unterbringen. Das wäre eine Ungleichbehandlung“, betont Putz.










