„Wir müssen vorbereitet sein, wenn der Zwischenstopp für die Zuweisung von Flüchtlingen
aufgehoben wird“, sagt Aykut Aggül. Derzeit leben 225 Flüchtlinge in Nachrodt-Wiblingwerde,
vermutlich werden es infolge der Erdbeben-Katastrophe in Syrien und der Türkei zukünftig noch mehr.
Das Problem ist, dass es keine freien Wohnungen für sie gibt. Wie bereits berichtet, sucht die Verwaltung dringend weitere geeignete Wohnungen. Vor allem für die Flüchtlinge, die unter die Zuständigkeit des Jobcenters fallen.
Sprich denen, die in Nachrodt-Wiblingwerde wohnen bleiben müssen, sich aber eine eigene Wohnung suchen müssen, was schlicht unmöglich ist. Denn es gibt kaum freie und günstige Wohnungen. Was zur Folge hat, dass die Gemeinde Probleme bei weiteren Zuweisungen bekäme.
Eine Unterbringung in Turnhallen oder Containern sieht Aykut Aggül als keine geeignete Lösung an. Dafür fehle der Platz und die Infrastruktur vor Ort. Wer eine Wohnung vermieten möchte, kann sich an die Gemeindeverwaltung wenden. Ansprechpartnerin ist Sabrina Lippert. Sie ist erreichbar per E-Mail an [email protected]. „Es besteht ja auch kein Zwang, die Wohnung zu vermieten. Es handelt sich erstmal nur um eine Besichtigung. Dann kann man immer noch entscheiden: Passt es oder passt es nicht.“, erklärt Aggül.
Und wer zunächst unverbindlich Kontakt aufnehmen möchte, könne zum Begegnungscafé in Nachrodt kommen. „Wir möchten Begegnungen schaffen, dabei sind alle Bürger willkommen – Flüchtlinge genauso wie Alleinstehende“, betont Elfriede Sickart.
Eine weitere Möglichkeit sieht Aggül in den derzeit leerstehenden Wohnungen in der Werkssiedlung
Langenstück in Nachrodt. „Ich habe die LEG bereits angeschrieben, dort könnten sicher sechs bis sieben Familien untergebracht werden“, erklärt Aggül. Die Lage dort sei durch die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten besonders gut geeignet. Bislang wartet Aggül noch auf Antwort der LEG.









