Der Heimatverein Letmathe lädt in Kooperation mit dem „Bahnsteig 42“ am Dienstag, 27. Januar, um 16 Uhr zu einem „Gedenkweg“ ein. Anlass ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Seit vielen Jahren ist der Holocaust-Gedenktag in Letmathe der Anlass, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Der "Gedenkweg" am 27. Januar führt mit drei Stationen durch die Letmather Innenstadt bis zum Bahnhof. In Letmathe erinnern seit vielen Jahren sogenannte Stolpersteine an die Opfer der Nazi-Diktatur jüdischen Glaubens, seit letztem Jahr erinnert zudem ein Gedenkfenster am Bahnhof an die sogenannten Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus.

Familie Meyberg wohnte im Haus Bahnhofstraße 2 in Letmathe. Heute erinnert ein Stolperstein vor dem Haus an ihr Schicksal.
Foto: privat

Startpunkt Hagener Straße 58

Stolpersteine stehen vor den Häusern Hagener Straße 58 (Julius Koppel), dort startet um 16 Uhr der „Gedenkweg“, und Bahnhofstraße 2 (Familie Meyberg). Bekannt ist das Foto, das die Plünderung der Wohnung der jüdischen Familie Meyberg im Jahr 1938 zeigt. Dritte Station des Weges wird das Gedenkfenster für Johann Franz Trompeter am Letmather Bahnhof sein.

Am Haus Hagener Straße 58, in dem Julius Koppel mit seiner Familie wohnte, startet der „Gedenkweg“.
Foto: privat

Gedenktafel am Bahnhof

Das Gedenkfenster am Bahnhof erinnert — stellvertretend für die Opfer der Krankenmorde der Nazis — an den Letmather Johann Franz Trompeter, der im Rahmen der T4-Aktion in der Anstalt Hadamar ums Leben kam.

Stolpersteine putzen

Der Heimatverein Letmathe lädt in Kooperation mit der Café- und Kulturstation "Bahnsteig 42" zum Putzen der Letmather Stolpersteine ein. Burckhardt Hölscher, Peter Trotier und Pascal Wink werden Worte des Gedenkens sprechen. Für die musikalische Umrahmung sorgen Franziska Rabener und Kathrin Asmuth von der Concert Band des Musikvereins der Kolpingsfamilie Letmathe.