„Erste Hilfe ist einfach super wichtig. Wir legen großen Wert darauf, dass all unsere Rettungsschwimmer regelmäßig diesen Lehrgang machen“, erklärte Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins Gartenhallenbad. Für Rettungsschwimmer ist ein solcher Kurs alle zwei Jahre Pflicht. „Nicht aber für Fachangestellte für Bäderbetriebe. Die müssen das rein rechtlich nicht. Das ist ja totaler Quatsch, daher machen das bei uns alle“, betonte Sabine Karisch. Und auch einen Leistungsnachweis müssen die Mitarbeiter alle zwei Jahre absolvieren. Das heißt, sie müssen das Rettungsschwimmabzeichen in Silber ablegen, um so zu demonstrieren, dass ihre psychische und physische Einsatzbereitschaft besteht und sie im Ernstfall retten können. „Für mich wäre das ein Problem. Ich gehe aber auch selten schwimmen. Unsere Wasseraufsichten und Kursleiter machen das mühelos. Wer regelmäßig schwimmt, schafft das“, sagte die Vorsitzende.
Fest steht bereits jetzt, dass die Mitarbeiter diesen Leistungsnachweis vor der offiziellen Eröffnung – von der noch keiner genau weiß, wann sie sein wird – erbringen müssen. „Uns ist immer wichtig, dass wir diese Leistungsnachweise in unserem Bad durchführen. Hier sind unsere individuellen Bedingungen. Hier muss es funktionieren“, betonte Karisch. Unterstützt werden die Nachrodter dabei vom DLRG Letmathe.

Am Wochenende stand aber zunächste Erste Hilfe auf dem Programm. Rettungssanitäterin Anja Kreuzer brachte die Gartenhallenbad-Crew auf den neuesten Stand in Sachen Erstmaßnahmen am Unfallort. Die Dozentin hatte eine Gruppe mit viel Vorwissen vor sich, sodass es nach einer kurzen Vorstellungsrunde direkt zur Sache ging. Zu Beginn einer Maßnahme stehen immer die drei As: Angucken, Ansprechen, Anfassen. „Wenn ihr eine hilflose Person findet, verschafft euch immer erst einmal einen Überblick. Es ist ein Unterschied, ob zehn Meter weiter ein Fahrrad liegt, ob sie vielleicht eine Spritze im Arm hat oder vielleicht älter ist“, mahnte die Expertin vor zu schnellem Aktionismus. Reagiere die Person nicht auf Ansprache, sollten die Ersthelfer bewusst Schmerzreize setzen. „Man kann beispielsweise in die Innenseite der Oberarme oder Oberschenkel kneifen. Wichtig: Das nicht nur einseitig. Bei einem Schlaganfall kann es beispielsweise sein, dass nur eine Seite nicht reagiert“, erklärte Kreuzer. Als nächstes sollte immer die Atmung kontrolliert werden, denn es gilt der Grundsatz: „Wer atmet, hat Puls.“
Natürlich ging es auch um die Frage: Helm drauf lassen oder Helm ab? Die Expertin ist sich sicher: „Auf jeden Fall Helm ab.“ Allerdings vorsichtig und richtig. Am besten ginge das zu zweit: „Wichtig ist, dass der Helm nicht nach rechts und links bewegt wird, sondern nur vor und zurück – wie ein Schaukelpferd. So kann der andere den Kopf stabilisieren und der Helm kommt Stück für Stück runter.“











