„Hol doch mal den Opa rein“, sagt die junge Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm zu ihrem älteren Sohn. Sie kann die gut gefüllte Kiste mit Obst, Lebensmitteln und ein wenig Spielzeug für die Kinder und mehr nicht tragen. Manchmal braucht es eben doch männliche Unterstützung. Klar kommt der Opa und trägt die Kiste aus dem Lager der Tafel bis zum Vorplatz des Begegnungszentrums „Allerlei“. Hier wird in Taschen umgepackt. Alle strahlen. Das ist schon fast so wie Weihnachten.
Tafelleiterin Susanne Vollmer freut sich unterdessen über die ungebrochene Spendenbereitschaft der Plettenberger Bevölkerung, von Unternehmen und Schulen. Kurz vor der Ausgabe hasten noch zwei Frauen vorbei. „Wir haben noch was für Euch“, sagen sie. Dann wuchten sie zwei prall gefüllte Kisten auf einen der Tische im Begegnungszentrum.
Die Ausgabe läuft reibungslos und das, obwohl sich eine lange Schlange vor dem „Allerlei“ gebildet hat. Die Tafelgäste werden in kleinen Gruppen eingelassen. Dann zeigen sie ihre Berechtigungskarte vor. Anschließend erhalten sie ihre Päckchen. „Ho, ho, ho und frohe Weihnachten“, so werden sie von Susanne Vollmer verabschiedet.
Die Aktion „Fröhliche Weihnachten für Alle“ hat eine lange Geschichte. Sie wurde 2009 vom WDR gestartet. Damals beteiligten zahlreiche Tafeln an der Initiative. An vielen Orten schlief sie nach und nach ein. In Plettenberg besteht sie bis heute, nicht zuletzt aufgrund des Engagements der Tafelteams und der ungebrochenen Spendenbereitschaft der Plettenberger.








