Die Bagger rollen, Bäume fallen – und die ersten Kaufinteressenten haben sich bereits bei der Stadt Halver gemeldet.
Das geplante Gewerbegebiet Leifersberge nimmt Formen an. Wie die Stadt Halver auf Anfrage von LokalDirekt bestätigt, haben die vorbereitenden Maßnahmen bereits begonnen. Nach den Fäll- und Rodungsarbeiten entfernen Arbeiter derzeit die Wurzeln der gefällten Bäume. Die Stadt bereitet damit das Baufeld für die spätere Terrassierung des Geländes vor (Anm. d. Red.: Dabei wird die Fläche stufenweise begradigt und modelliert, um sie für Straßen, Gebäude und Gewerbeflächen nutzbar zu machen). Die eigentlichen Tiefbauarbeiten sollen im Spätsommer starten.
Baustart des Baubetriebshofs frühestens im Herbst 2027
In Leifersberge soll künftig unter anderem der neue Baubetriebshof entstehen. Mit dem Baustart rechnet die Verwaltung derzeit frühestens im Herbst 2027. Ausschlaggebend seien vor allem der Fortschritt der Terrassierung und die Entwässerung des Geländes.
Potenzielle Käufer bekunden Interesse
Für den Neubau des Baubetriebshofs gilt weiterhin die politische Vorgabe, die Gesamtkosten von maximal sechs Millionen Euro einzuhalten, erklärt Pressesprecherin Jolina Junge auf Anfrage. Die vollständige Erschließung des Gewerbegebiets erwartet die Stadt derzeit bis Herbst 2028. Nach Angaben der Verwaltung melden sich inzwischen erste Interessenten für Gewerbeflächen. Mit den sichtbaren Arbeiten vor Ort nehme die Zahl der Anfragen wie erwartet zu.
Jahrelanges Ringen zwischen Politik und Verwaltung
Dem Projekt gingen jahrelange politische Debatten voraus. Immer wieder stritten Politik und Verwaltung über Standort, Größe und Kosten des neuen Bauhofs. Zeitweise standen Investitionen von bis zu zehn Millionen Euro im Raum, später kalkulierte die Verwaltung noch mit rund 7,5 Millionen Euro zuzüglich Grundstückskosten. Die UWG warnte im Juni vergangenen Jahres vor einem möglichen „Millionengrab“.
Alternative Standorte im Gespräch
Auch alternative Lösungen lagen lange auf dem Tisch. Im Gespräch war unter anderem ein Umzug auf das Gelände der Firma Langlotz an der Elberfelder Straße. Gleichzeitig hatte die Verwaltung deutlich gemacht, dass ein Neubau am bisherigen Standort den Bauhof für lange Zeit massiv eingeschränkt hätte.
Am Ende einigten sich die Fraktionen auf einen Kompromiss: Sie entschieden sich für den Standort Leifersberge. Gleichzeitig zog die Politik mit einem Kostendeckel von sechs Millionen Euro eine klare Grenze. Der entsprechende Antrag kam aus der Grünen-Fraktion.
Altes Domizil marode und nicht mehr zeitgemäß
Unumstritten war dagegen stets der Zustand des bisherigen Domizils. Politik und Verwaltung bezeichneten die Situation seit Jahren unisono als unhaltbar. Die Bausubstanz ist marode, der Platz zu klein und die Sanitäranlagen sowie Aufenthaltsräume entsprechen längst nicht mehr heutigen Standards. Das Bauhof-Team besuchte immer wieder die politischen Sitzungen, in denen es um die Zukunft seiner Basis ging. Mit den begonnenen Maßnahmen rückt der neue Arbeitsplatz nun näher.









