Die Zahl der Verunglückten bei E-Scooter-Unfällen ist in Nordrhein-Westfalen stark gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte das Statistische Landesamt 4456 Betroffene – das sind 46,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Auch bei Pedelecs steigt die Zahl

Als möglicher Grund für den Anstieg der E-Scooter-Unfälle gilt nach Angaben des Statistischen Landesamt die zunehmende Nutzung der elektrische Rollern im Alltag. Die meisten Verletzten kamen jedoch mit leichten Blessuren davon. Rund 11 Prozent erlitten schwere Verletzungen, sechs Menschen kamen ums Leben.

Auch bei Pedelecs verzeichnet die Statistik einen Anstieg: 7969 Menschen verunglückten 2025 mit einem elektrisch unterstützten Fahrrad, ein Plus von 11,1 Prozent. Im Vergleich zu E-Scootern fällt der Anteil schwerer Unfälle höher aus: Mehr als 16 Prozent der Betroffenen verletzten sich schwer, knapp ein Prozent der Verunglückten starb.

Viele Fahrradunfälle insgesamt

Insgesamt erfasste die Statistik 21.487 Verunglückte bei allen registrierten Fahrradunfällen, einschließlich Pedelecs. Das entspricht einem Anstieg um 7,3 Prozent. Mehr als ein Drittel der Betroffenen war mit einem Pedelec unterwegs.

Deutliche Unterschiede beim Alter

E-Scooter sind Verkehrsmittel, die vor allem von jüngeren Personen genutzt werden. Entsprechend hoch ist die Zahl junger Menschen, die im Jahr 2025 mit einem E-Scooter verunglückten: Mehr als die Hälfte (54,8 Prozent) waren jünger als 25 Jahre und lediglich 2,5 Prozent waren 65 Jahre und älter.

Bei Pedelecs zeigt sich ein anderes Bild: Hier lag der Anteil der unter 25-Jährigen bei 12,4 Prozent; mehr als ein Viertel (28,2 Prozent)der verunglückten Personen waren 65 Jahre und älter.

Verkehrsrechtliche Einordnung

E-Scooter sind seit Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge vom 15. Juni 2019 zum Straßenverkehr in Deutschland zugelassen. Elektrokleinstfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und somit versicherungspflichtig. Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern benötigen keinen Führerschein, müssen aber mindestens 14 Jahre alt sein.

Bei Pedelecs handelt es sich um Fahrzeuge mit Elektromotor, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Geschwindigkeit progressiv verringert. Der elektrische Motor wirkt zusätzlich zur Muskelkraft und nur unterstützend. Solche Fahrzeuge sind verkehrsrechtlich den Fahrrädern gleichgestellt.